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UBS: Märkte überbewerten restriktive Haltung der US-Notenbank Fed

Die Schweizer Großbank UBS widerspricht aktuellen Markterwartungen und sieht die Zinserhöhungswahrscheinlichkeit der Fed als überschätzt an.

UBS: Märkte überbewerten restriktive Haltung der US-Notenbank Fed

Die UBS hat sich klar gegen die vorherrschenden Markterwartungen einer aggressiveren US-Notenbank Federal Reserve positioniert. Die Schweizer Großbank argumentiert, dass die jüngsten Bewegungen bei den Renditen von US-Staatsanleihen die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen überbewerten. Stattdessen empfiehlt die Bank Anlegern, den Fokus auf die robusten Fundamentaldaten der Unternehmen zu legen.

In einer Mitteilung vom Donnerstag räumte die UBS ein, dass die Kerninflation langsamer gesunken ist als ursprünglich erwartet. Dieser Umstand hat die Bank dazu veranlasst, ihre eigenen Erwartungen für eine Wiederaufnahme der geldpolitischen Lockerung durch die Fed anzupassen. Die UBS verschiebt ihre Prognose für die nächste Zinssenkung nun auf die Sitzung im Dezember.

UBS erwartet weitere Zinssenkung erst im März 2027

Nach der erwarteten Dezember-Senkung rechnet die UBS mit einer weiteren Zinssenkung der Fed erst im März 2027. Damit zeichnet die Bank ein deutlich vorsichtigeres Bild der geldpolitischen Lockerung, als es viele Marktteilnehmer bislang eingepreist haben. Die Botschaft an Anleger ist dennoch klar: Die Renditeentwicklung bei US-Staatsanleihen spiegele nicht die tatsächliche Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen wider.

Für deutsche Privatanleger ist diese Einschätzung von besonderer Relevanz, da die Entwicklung der US-Geldpolitik erheblichen Einfluss auf globale Aktien- und Anleihemärkte hat. Steigende Renditen bei US-Staatsanleihen gelten traditionell als Belastungsfaktor für Aktienbewertungen weltweit. Die UBS-Analyse legt nahe, dass die Märkte in diesem Punkt möglicherweise überreagiert haben.

Fokus auf Unternehmensfundamentaldaten

Die UBS empfiehlt Anlegern trotz des unsicheren geldpolitischen Umfelds, die robusten Fundamentaldaten der Unternehmen nicht aus den Augen zu verlieren. Diese Haltung deutet darauf hin, dass die Bank die aktuelle Marktunsicherheit rund um die Fed-Politik eher als vorübergehend einschätzt. Langfristig orientierte Anleger sollten sich demnach nicht von kurzfristigen Renditebewegungen bei Staatsanleihen verunsichern lassen.

Die Debatte um die künftige Ausrichtung der Federal Reserve beschäftigt die Finanzmärkte seit Monaten. Hintergrund ist die hartnäckige Kerninflation in den USA, die trotz der bereits erfolgten Zinserhöhungen der vergangenen Jahre nicht so schnell zurückgegangen ist wie erhofft. Die UBS-Einschätzung liefert damit einen wichtigen Kontrapunkt zu jenen Marktstimmen, die eine erneute Zinswende nach oben für wahrscheinlich halten.

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