UBS kürt Stellantis und Continental zu europäischen Automobil-Favoriten
Vor den Q1-Ergebnissen hebt UBS zwei Titel hervor, bei denen Bewertung und operative Stärke eine Outperformance versprechen.

Die Schweizer Großbank UBS hat im Vorfeld der Ergebnisse für das erste Quartal ihre Top-Picks im europäischen Automobilsektor bestätigt. Die Bank identifiziert dabei ausgewählte Gelegenheiten, bei denen operative Umsetzung, Bewertung und strategische Positionierung zu einer Outperformance führen könnten. Dies gilt laut UBS auch dann, wenn die allgemeinen Branchenbedingungen uneinheitlich bleiben.
Im Fokus stehen zwei Werte: der Automobilkonzern Stellantis sowie der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental. Beide Titel werden von UBS als besonders aussichtsreich eingestuft – aus unterschiedlichen, aber klar begründeten Gründen.
Stellantis: Turnaround in Nordamerika als Kurstreiber
UBS sieht Stellantis als einen der wichtigsten Top-Picks im Sektor. Treibende Kraft ist ein sich festigender Turnaround in Nordamerika, wo steigende Absatzzahlen und ein verbesserter Produktmix die Margen deutlich anheben sollen. Die Bank betrachtet das erste Quartal als Wendepunkt für den Konzern, wobei ein positives operatives Ergebnis eine Erholung von der vorangegangenen Schwäche markieren würde.
Das anhaltende Momentum in der Region sowie potenzielle strategische Updates auf dem bevorstehenden Kapitalmarkttag untermauern laut UBS das Vertrauen in eine Normalisierung der Gewinne auf mittlere Sicht. Besonders hervorzuheben ist die Einschätzung der Bank zur Bewertung: Die aktuelle Marktbewertung von Stellantis spiegele das Potenzial für eine Margenausweitung nicht vollständig wider – insbesondere dann nicht, wenn die operative Umsetzung planmäßig verlaufe. Für Anleger könnte dies eine attraktive Einstiegsgelegenheit darstellen.
Continental: Preismacht und strategischer Umbau überzeugen
Als zweiten Top-Pick hebt UBS Continental hervor. Der DAX-Konzern überzeugt die Analysten vor allem durch seine robuste Preismacht und die sich verbessernde operative Performance – insbesondere im Reifensegment. UBS verweist auf eine starke Preis-Mix-Dynamik sowie die Fähigkeit des Unternehmens, dem Druck bei den Inputkosten standzuhalten, als wesentliche positive Faktoren.
Ein weiterer potenzieller Kurstreiber ist die geplante Veräußerung der Sparte ContiTech. UBS wertet diesen Schritt als möglichen Katalysator für ein sogenanntes „Value Unlocking" – also die Freisetzung von bislang im Konzern gebundenem Wert. In Kombination mit einer soliden Cashflow-Generierung und den laufenden strategischen Maßnahmen sieht die Bank Continental trotz kurzfristiger Kostengegenwinde gut positioniert.
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Zur AktienanalyseUneinheitliches Branchenumfeld bleibt Herausforderung
Der europäische Automobilsektor steht insgesamt vor einem schwierigen Umfeld. Schwankende Nachfrage, Kostendruck und der strukturelle Wandel hin zur Elektromobilität belasten die Branche. UBS macht jedoch deutlich, dass es auch in diesem Umfeld Einzelwerte gibt, die durch spezifische operative Stärken und strategische Maßnahmen herausstechen können.
Für deutsche Privatanleger sind beide Titel von besonderem Interesse: Continental ist im DAX gelistet, während Stellantis als einer der größten Automobilkonzerne der Welt auch für europäische Portfolios relevant ist. Die anstehenden Q1-Zahlen dürften zeigen, ob die Einschätzungen von UBS durch die tatsächliche Geschäftsentwicklung bestätigt werden.


