UBS kürt Sage und Indra zu Top-Favoriten im europäischen Software-Sektor
Die Schweizer Großbank setzt auf europäische Softwarewerte mit hoher Gewinnvisibilität und Widerstandsfähigkeit gegenüber makroökonomischer Volatilität.

UBS hat seine Top-Favoriten im europäischen Softwaresektor benannt und dabei zwei Werte besonders hervorgehoben: The Sage Group (LON: SGE) und Indra Sistemas (BME: IDR). Die Schweizer Großbank bevorzugt Unternehmen mit hoher Gewinnvisibilität, strukturellem Wachstumspotenzial und Resistenz gegenüber makroökonomischer Volatilität – Eigenschaften, die beide Titel laut UBS in besonderem Maße aufweisen.
Im Fokus der Analysten steht dabei die Kombination aus defensiven Geschäftsmodellen und säkularen Wachstumstrends. Angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und konjunktureller Risiken rücken Softwarewerte mit stabilen, wiederkehrenden Umsätzen zunehmend in den Vordergrund.
Sage: Stabiles Wachstum dank KMU-Fokus und Cloud-Migration
Für Sage hebt UBS das defensive Softwareprofil des Unternehmens hervor. Der britische Softwareanbieter stützt sich auf wiederkehrende Umsätze und einen breiten Kundenstamm im Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Dieses Geschäftsmodell untermauert laut UBS ein stabiles zweistelliges Wachstum und macht Sage widerstandsfähig gegenüber den jüngsten geopolitischen Verwerfungen.
Konkret erwartet UBS, dass Sage bis zur ersten Jahreshälfte 2026 ein Wachstum von 10 Prozent bei unveränderter Prognose erzielen dürfte. Als weitere Wachstumstreiber nennt die Bank die fortschreitende Cloud-Migration sowie Produkt-Upgrades, die den Ausbau der wiederkehrenden Umsätze vorantreiben sollen. Diese Faktoren festigen Sages Positionierung als beständigen Wachstumswert innerhalb des europäischen Softwaresektors.
Indra: Attraktive Bewertung nach Abverkauf
Anders gelagert ist die Investmentthese bei Indra Sistemas. Der spanische Technologiekonzern geriet zuletzt unter Druck, nachdem Übernahmegespräche gescheitert waren und der Kurs infolgedessen deutlich nachgab. UBS sieht in diesem Abverkauf nun eine attraktive Einstiegsgelegenheit, da die aktuelle Bewertung die Wachstumsaussichten des Unternehmens besser widerspiegele.
Die strukturellen Wachstumstreiber bei Indra bleiben laut UBS intakt. Besonders die steigenden Verteidigungsausgaben in Europa sowie die wachsende Nachfrage nach missionskritischen Systemen spielen dem Unternehmen in die Hände. Gerade vor dem Hintergrund der erhöhten Verteidigungsbudgets vieler europäischer Staaten ist Indra als Anbieter entsprechender Technologielösungen gut positioniert.
Als konkreten Katalysator für eine mögliche Neubewertung der Aktie nennt UBS einen bevorstehenden Kapitalmarkttag im Juni. Dieser soll den mittelfristigen Wachstumskurs des Unternehmens unterstreichen und könnte Investoren einen klareren Ausblick auf die strategische Entwicklung von Indra geben.
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Zur AktienanalyseEuropäischer Softwaresektor im Fokus der Anleger
Die Empfehlungen von UBS spiegeln einen breiteren Trend wider: Investoren suchen in einem unsicheren Marktumfeld verstärkt nach Qualitätswerten mit vorhersehbaren Ertragsströmen. Europäische Softwareunternehmen mit hohem Anteil an wiederkehrenden Umsätzen – etwa durch Abonnementmodelle oder langfristige Wartungsverträge – bieten genau diese Eigenschaften.
Für deutsche Privatanleger sind beide Titel interessant: Sage als defensiver Wachstumswert mit klarer Cloud-Strategie und Indra als zyklisch günstig bewerteter Titel mit Rückenwind durch steigende Verteidigungsausgaben. UBS kombiniert damit zwei unterschiedliche Investmentansätze unter dem gemeinsamen Dach hoher Gewinnvisibilität im europäischen Softwaresektor.


