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UBS hebt Kursziele für USD/SGD nach MAS-Straffung an

Die Schweizer Großbank reagiert auf die Geldpolitik Singapurs und die anhaltend restriktive Haltung der US-Notenbank.

UBS hebt Kursziele für USD/SGD nach MAS-Straffung an

Die UBS hat ihre Kurszielprognosen für das Währungspaar USD/SGD nach oben revidiert. Auslöser sind zwei geldpolitische Entwicklungen: die Straffung der Geldpolitik durch die Monetary Authority of Singapore (MAS) im Juli sowie die anhaltend restriktive Haltung der US-amerikanischen Federal Reserve (Fed). Beide Faktoren beeinflussen das Kräfteverhältnis zwischen US-Dollar und Singapur-Dollar maßgeblich.

Die MAS straffte ihre Geldpolitik im Juli, indem sie das Tempo der Aufwertung des sogenannten SGD NEER – des nominalen effektiven Wechselkurses des Singapur-Dollars – leicht beschleunigte. Der SGD NEER ist das zentrale geldpolitische Instrument der MAS, da Singapur seine Geldpolitik über den Wechselkurs steuert und nicht über Zinssätze wie die meisten anderen Zentralbanken. Die positiven Auswirkungen auf den SGD blieben jedoch moderat, da der SGD NEER bereits nahe der starken Seite seines geldpolitischen Bandes gehandelt wurde.

Neue Kursziele im Überblick

Die UBS hat ihre Prognosen für USD/SGD gegenüber den bisherigen Zielen spürbar angehoben. Die aktualisierten Kursziele lauten wie folgt:

  • September 2026: 1,28 (zuvor 1,26)
  • Dezember 2026: 1,28 (zuvor 1,25)
  • März 2027: 1,27 (zuvor 1,25)
  • Juni 2027: 1,26 (zuvor 1,24)

Die Anhebung der Zielwerte spiegelt die Erwartung wider, dass der US-Dollar in naher Zukunft stark bleibt. Die UBS begründet dies mit dem restriktiven Kurs der Federal Reserve, die an ihrer straffen Geldpolitik festhält und damit den Greenback stützt.

Singapur-Dollar als Diversifikationsoption

Trotz der höheren USD/SGD-Ziele sieht die UBS den Singapur-Dollar weiterhin in einem positiven Licht – insbesondere für US-Dollar-Anleger. Aufgrund seiner Stabilität und des geldpolitisch induzierten Aufwertungstrends stelle der SGD eine attraktive Option zur Währungsdiversifikation dar. Singapur gilt traditionell als sicherer Hafen in Asien, und die MAS-Politik zielt strukturell auf eine graduelle Aufwertung der Landeswährung ab.

Für SGD-Anleger empfiehlt die UBS eine spezifische Handelsstrategie: den Verkauf von Abwärtspreisrisiken beim Währungspaar AUD/SGD zu einem Kurs von 0,895 oder darunter. Mit dieser Optionsstrategie sollen SGD-Anleger eine Renditesteigerung erzielen können. Der australische Dollar steht dabei im Fokus, da er als rohstoffabhängige Währung stärker konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt ist als der stabile SGD.

Die Revision der UBS-Prognosen verdeutlicht, wie eng globale Geldpolitik und Devisenmärkte miteinander verknüpft sind. Für deutsche Privatanleger, die in asiatische Währungen oder Singapur-Dollar-Anlagen investiert sind, unterstreicht die Analyse die Bedeutung der Fed-Politik als dominierender Faktor im globalen Devisenmarkt – auch weit über den US-Dollar-Raum hinaus.

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