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UBS hebt Goldpreisziel auf 6.200 Dollar an – Rekordnachfrage treibt Prognosen

Schweizer Großbank sieht Gold deutlich höher als erwartet. Auch Deutsche Bank und Societe Generale erhöhen Prognosen.

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UBS hebt Goldpreisziel auf 6.200 Dollar an – Rekordnachfrage treibt Prognosen

Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Goldpreisprognose deutlich nach oben korrigiert und erwartet nun für März, Juni und September 2026 einen Preis von 6.200 Dollar je Feinunze. Das entspricht einer Anhebung um 24 Prozent gegenüber der bisherigen Prognose von 5.000 Dollar. Als Hauptgrund nennt die Bank eine überraschend starke Investitionsnachfrage nach dem Edelmetall.

Für Ende 2026 rechnet die UBS allerdings mit einem moderaten Rückgang auf 5.900 Dollar je Unze, der nach den US-Zwischenwahlen eintreten könnte. In ihrem Basisszenario sieht die Bank ein Aufwärtspotenzial bis 7.200 Dollar, während im pessimistischen Fall ein Rückgang auf 4.600 Dollar möglich wäre. Eine restriktive Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve könnte dabei die Abwärtsrisiken erhöhen, während eskalierende geopolitische Spannungen die Preise weiter nach oben treiben könnten.

Breiter Konsens für höhere Goldpreise

Die UBS steht mit ihrer optimistischen Einschätzung nicht allein. Die Deutsche Bank prognostiziert ebenfalls einen Anstieg auf 6.000 Dollar je Unze im Jahr 2026. Als Treiber identifizieren die Analysten die anhaltende Nachfrage von Zentralbanken und institutionellen Anlegern, die ihre Portfolios verstärkt in Nicht-Dollar-Anlagen und Sachwerte umschichten.

Auch die Societe Generale erwartet, dass Gold bis Ende 2026 die Marke von 6.000 Dollar erreichen wird. Die französische Bank räumte ein, dass ihre Prognose möglicherweise sogar konservativ sei und Raum für weitere Zuwächse bestehe. Unter den großen Investmentbanken zeigt sich damit ein breiter Konsens für deutlich höhere Goldpreise.

Historische Rally am Goldmarkt

Der Hintergrund der angehobenen Prognosen ist eine beeindruckende Preisrally beim gelben Edelmetall. Am Donnerstag erreichte der Spotpreis für Gold ein neues Allzeithoch von 5.594,82 Dollar je Feinunze. Allein im Januar 2026 legte das als sicherer Hafen geltende Metall um mehr als 20 Prozent zu – der stärkste monatliche Anstieg seit 1980.

Damit steuert Gold auf den sechsten monatlichen Gewinn in Folge zu. Die außergewöhnliche Performance spiegelt die gestiegene Unsicherheit an den Finanzmärkten wider. Anleger suchen angesichts geopolitischer Spannungen, Inflationssorgen und Unsicherheiten über die künftige US-Geldpolitik verstärkt Zuflucht in Edelmetallen.

Unterschiedliche Einschätzungen der Analysten

Während UBS, Deutsche Bank und Societe Generale zu den optimistischsten Stimmen gehören, fallen andere Prognosen moderater aus. Goldman Sachs erwartet für Dezember 2026 einen Goldpreis von 5.400 Dollar, während Morgan Stanley in ihrem Basisszenario von 4.600 Dollar ausgeht. Im bullischen Szenario sieht Morgan Stanley allerdings Potenzial bis 5.700 Dollar für die zweite Jahreshälfte 2026.

Konservativer positioniert sind HSBC mit einem Ziel von 4.450 Dollar bis Jahresende 2026 und ANZ mit 4.400 Dollar. Die Spanne der Analystenschätzungen verdeutlicht die Unsicherheit über die weitere Entwicklung und die Vielzahl möglicher Einflussfaktoren auf den Goldpreis.

Für deutsche Anleger, die bereits in Gold investiert sind oder einen Einstieg erwägen, bieten die aktuellen Prognosen eine wichtige Orientierung. Allerdings sollte beachtet werden, dass Edelmetallinvestments volatil bleiben und die tatsächliche Entwicklung von zahlreichen Faktoren abhängt, die schwer vorhersehbar sind.

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