UBS hebt EUR/CZK-Prognose wegen Iran-Kriegsrisiken an
Die Schweizer Großbank revidiert ihre Wechselkursprognose für die tschechische Krone auf 24,5 über den gesamten Prognosezeitraum.

UBS hat ihre Prognose für den EUR/CZK-Wechselkurs auf einheitlich 24,5 angehoben. Zuvor hatte die Schweizer Großbank gestaffelte Werte von 24,3, 24,3, 24,4 und 24,5 projiziert. Die Bank zieht damit die erwartete längerfristige Abwertung der tschechischen Krone vor, um kurzfristigen Risiken Rechnung zu tragen.
Als Haupttreiber der Revision nennt UBS die geopolitischen Spannungen rund um den Iran-Krieg. Eine schwächere Risikostimmung und ein stärkerer US-Dollar belasten die tschechische Krone typischerweise stärker als den Euro. Das Währungspaar folgt derzeit primär der allgemeinen Marktstimmung statt fundamentaler Faktoren.
Fundamentale Faktoren treten in den Hintergrund
Abseits der geopolitischen Risiken erhält die Krone durchaus Unterstützung. Ein positives Renditedifferenzial sowie ein im Vergleich zur Eurozone stärkeres Wachstumsumfeld sprechen grundsätzlich für die tschechische Währung. Allerdings wirkt die hohe Bewertung der Krone als Gegenwind für weitere Aufwertungen.
UBS betont ausdrücklich, dass fundamentale Faktoren im jüngsten Handel in den Hintergrund getreten sind. Die Prognoserevision spiegelt damit die kurzfristige Risikoeinschätzung der Bank wider. Für Anleger bedeutet ein steigender EUR/CZK-Kurs, dass mehr tschechische Kronen benötigt werden, um einen Euro zu kaufen – also eine Schwäche der Krone gegenüber dem Euro.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger mit Engagements in tschechischen Wertpapieren oder Immobilien ist die Entwicklung relevant, da Währungsverluste die Rendite in Euro schmälern können. Die Krone gilt traditionell als eine der stabileren Währungen der mittel- und osteuropäischen Region. In Zeiten erhöhter geopolitischer Unsicherheit geraten jedoch auch solide Schwellenländerwährungen unter Druck.


