UBS: Globaler Sicherheitsmarkt wächst bis 2029 auf 1,19 Billionen Dollar
Cybersicherheit bleibt laut UBS der größte Wachstumstreiber – KI und strengere Regulierung befeuern die Ausgaben weltweit.

Die Schweizer Großbank UBS hat ihren Ausblick für den globalen Sicherheitsmarkt deutlich angehoben. Als Haupttreiber nennt die Bank wachsende Cyberbedrohungen, den Aufstieg künstlicher Intelligenz sowie eine zunehmend strengere Regulierung. Laut UBS wird der adressierbare globale Sicherheitsmarkt im Jahr 2026 rund 974 Milliarden Dollar erreichen – ein Anstieg gegenüber früheren Prognosen.
Bis 2029 soll der Markt auf 1,19 Billionen Dollar anwachsen, was einem jährlichen Wachstum von rund 7 Prozent entspricht. Cybersicherheit wird dabei als größter Wachstumstreiber innerhalb dieses Gesamtmarktes erwartet. Die Ausgaben in diesem Segment seien trotz gekürzter IT-Budgets in den vergangenen Jahren widerstandsfähig geblieben, da Unternehmen dem Schutz vor immer raffinierteren Angriffen weiterhin hohe Priorität einräumen.
Cybersicherheitsmarkt wächst 2025 um 12,5 Prozent
Konkret erwartet UBS, dass der globale Cybersicherheitsmarkt im laufenden Jahr um 12,5 Prozent auf 240 Milliarden Dollar wächst. Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert darüber hinaus, dass dieser Teilmarkt bis 2029 auf 323 Milliarden Dollar ansteigen wird. Sicherheitssoftware soll dabei den größten Anteil am Ausgabenzuwachs ausmachen, da Unternehmen verstärkt auf plattformbasierte Sicherheitsangebote setzen.
Generative KI spielt in der UBS-Analyse eine besondere Doppelrolle: Sie gilt sowohl als wachsendes Risiko als auch als Katalysator für zusätzliche Investitionen. KI-gestützte Angriffe – darunter ausgefeilte Phishing-Kampagnen und der Missbrauch großer Sprachmodelle – erhöhen den Bedarf an fortschrittlichen Sicherheitslösungen. Gleichzeitig dürfte generative KI den Anteil der Cybersicherheitsausgaben an den gesamten IT-Budgets weiter steigern, da Unternehmen sich gegen neue Risiken wie Prompt Injection, Datenlecks und KI-gestützte Malware absichern müssen.
Wachstum auch jenseits der Cybersicherheit
Neben dem Cybersicherheitssegment erwartet UBS ein stetiges Wachstum in weiteren Bereichen. Dazu zählen Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleistungen, Life-Science-Tools sowie die Märkte für gewerbliche und private Sicherheit. Als Treiber nennt die Bank Urbanisierung, strengere Vorschriften und die zunehmende Verbreitung intelligenter Sicherheitstechnologien.
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Zur AktienanalyseEinen neuen Schwerpunkt legt der UBS-Bericht auf das Thema Quantencomputing. Die Bank schätzt, dass dieser Markt von rund 1,8 Milliarden Dollar im Jahr 2026 auf etwa 20 Milliarden Dollar bis 2030 wachsen wird. Praktische Bedrohungen für aktuelle Verschlüsselungsstandards seien jedoch noch Jahre entfernt, auch wenn die Technologie die Cybersicherheit langfristig grundlegend verändern könnte.
UBS unterstreicht abschließend, dass Cybersicherheit einer der defensiveren Bereiche innerhalb des Technologiesektors bleibe. Die wiederkehrende Nachfrage und die widerstandsfähigen Ausgaben – unabhängig von allgemeinen Konjunkturzyklen – machen das Segment für Investoren besonders attraktiv. Für deutsche Anleger, die in Technologie- und Sicherheitswerte investieren, liefert die UBS-Analyse damit eine klare Orientierung: Der strukturelle Wachstumstrend im Sicherheitsmarkt ist intakt und dürfte sich in den kommenden Jahren weiter beschleunigen.


