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UBS: GBPCHF erholt sich ab zweiter Jahreshälfte 2026

Die Schweizer Großbank sieht kurzfristigen Druck auf das Pfund, erwartet aber eine schrittweise Erholung.

UBS: GBPCHF erholt sich ab zweiter Jahreshälfte 2026

UBS Switzerland AG rechnet damit, dass das Währungspaar GBPCHF in den kommenden Monaten unter Druck bleibt. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 und bis ins Jahr 2027 hinein soll eine allmähliche Erholung einsetzen. Das geht aus einer aktuellen Analyse der UBS-Strategen Constantin Bolz und Clémence Dumoncel hervor.

Das Britische Pfund leidet derzeit unter zwei wesentlichen Belastungsfaktoren: dem laufenden Zinssenkungszyklus der Bank of England (BoE) sowie politischer Unsicherheit innerhalb der britischen Labour-Regierung. Gleichzeitig profitiert der Schweizer Franken von seiner Rolle als sicherer Hafen – angetrieben durch geopolitische Risiken und solide Schweizer Wirtschaftsdaten. Die Schweizer Inflation lag im Februar bei lediglich 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die UBS hat ihre Quartalsendprognosen für GBPCHF nach unten revidiert. Für Juni und September erwartet die Bank nun einen Kurs von 1,06 – zuvor waren es 1,08. Das Dezemberziel bleibt bei 1,07, während neu eine Prognose für März 2027 von 1,08 eingeführt wurde.

Kurzfristig kein Aufholpotenzial für das Pfund

Mit Blick auf die britischen Kommunal- und Regionalwahlen im Mai sowie die voraussichtlich bis Juni andauernde geldpolitische Lockerung der BoE erwartet UBS kurzfristig keine Outperformance des Pfunds. Erst wenn sich die politische Lage nach den Wahlen klärt und die BoE das Ende ihres Lockerungszyklus erreicht, dürfte das Pfund wieder an Stärke gewinnen.

Das Abwärtsrisiko für GBPCHF sieht UBS jedoch als begrenzt an. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte einer übermäßigen Aufwertung des Frankens entgegenwirken. Die Tiefststände von 2022 knapp unter 1,02 gelten als nächstes Unterstützungsniveau, während auf der Widerstandsseite die Marken bei 1,08 und 1,10 relevant sind.

Carry Trade macht GBPCHF langfristig attraktiv

Mittelfristig spricht aus UBS-Sicht einiges für eine Erholung des Währungspaares. Der Schweizer Franken dient aufgrund seiner niedrigen Rendite als bevorzugte Refinanzierungswährung für Carry Trades. Sobald die UK-spezifischen Risiken nachlassen und die Zuflüsse in den Franken als sicheren Hafen abnehmen, sollte GBPCHF einen Aufwärtstrend verzeichnen – verstärkt durch einen Carry von fast 4 Prozent.

Die Kaufkraftparität für GBPCHF beziffert UBS auf 1,13, während der trendextrapolierte Gleichgewichtswechselkurs bei 1,00 liegt. Diese Spanne verdeutlicht, wie weit das aktuelle Kursniveau von fundamentalen Bewertungsmaßstäben entfernt ist und welches Erholungspotenzial langfristig besteht.

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