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UBS: Frankenschwäche durch Monatsend-Kapitalflüsse bald vorbei

Die UBS sieht die jüngste Schwäche des Schweizer Frankens als temporär an und hält an ihrer bullishen CHF-Prognose fest.

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UBS: Frankenschwäche durch Monatsend-Kapitalflüsse bald vorbei

Der Schweizer Franken gehört seit Beginn des Iran-Konflikts zu den schwächsten Währungen im G10-Raum. Laut UBS war der CHF gegenüber dem US-Dollar die drittschlechteste G10-Währung in diesem Zeitraum. Die Schweizer Großbank identifiziert zwei wesentliche Treiber dieser Entwicklung: den wachsenden Widerstand der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gegen eine Frankenstärke sowie Rebalancing-Kapitalflüsse lokaler Investoren zum Monatsende.

Die SNB hatte bereits am 2. März vor verstärkten Devisenmarktinterventionen gewarnt. Auf ihrer Sitzung am 19. März dämpfte die Notenbank zudem die Erwartungen an künftige Zinserhöhungen – ein Signal, das den Franken zusätzlich unter Druck setzte. Für Anleger bedeutet dies, dass die SNB eine allzu starke Aufwertung der Heimwährung aktiv zu verhindern sucht.

Rebalancing-Flüsse als kurzfristiger Belastungsfaktor

Ein weiterer Faktor für die jüngste Frankenschwäche sind die sogenannten Rebalancing-Flüsse zum Monatsende. Schweizer Real-Money-Investoren – also institutionelle Anleger wie Pensionsfonds und Versicherungen – mussten ihre Portfolios infolge von Kursrückgängen bei ausländischen Aktien und festverzinslichen Wertpapieren im März neu ausrichten. Dieser Prozess trieb in der vergangenen Woche die Nachfrage nach USD/CHF und EUR/CHF nach oben und schwächte damit den Franken vorübergehend.

Die UBS betont jedoch, dass diese zeitkritischen Kapitalflüsse in naher Zukunft nachlassen werden. Mit dem Abklingen der Monatsend-Effekte dürfte der kurzfristige Druck auf den Franken damit wieder abnehmen. Die Bank hält deshalb unverändert an ihrer positiven Einschätzung für den Schweizer Franken fest.

UBS-Kursziel: EUR/CHF bei 0,90 zum Quartalsende

Konkret prognostiziert die UBS für das Ende des zweiten Quartals ein Kursziel von 0,90 für das Währungspaar EUR/CHF – und damit eine deutliche Frankenstärke gegenüber dem Euro. Dieses Ziel entspricht zugleich der Jahresendprognose der Bank. Die bullishe Einschätzung stützt sich auf die Erwartung, dass inländische Schweizer Anleger weiterhin lokale gegenüber ausländischen Vermögenswerten bevorzugen werden.

Ein weiteres Argument liefert die Inflationsdynamik: Die Schweiz weist im Vergleich zu ihren Handelspartnern eine anhaltend niedrigere Inflation auf. Dies würde es der SNB laut UBS ermöglichen, eine nominale Aufwertung des CHF zu tolerieren – vorausgesetzt, der Franken bleibt auf Basis des realen effektiven Wechselkurses (REER) weitgehend stabil.

REER-Rückgang zerstreut Bewertungsbedenken

Der REER-Index – ein Maß für die inflationsbereinigte Wettbewerbsfähigkeit einer Währung – war im Vorfeld der SNB-Sitzung im März auf das Niveau von Anfang 2015 gestiegen. Seitdem ist er jedoch auf das Niveau von 2025 zurückgegangen. Dieser Rückgang hat laut UBS einige Bewertungsbedenken zerstreut, die die Bank zeitweise davon abgehalten hatten, auf eine weitere CHF-Stärke zu setzen.

Für deutsche und europäische Anleger ist die Entwicklung des Schweizer Frankens von besonderer Bedeutung, da der CHF traditionell als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt. Ein stärkerer Franken verteuert Schweizer Exporte, kann aber gleichzeitig als Indikator für globale Risikoaversion gewertet werden. Die UBS-Analyse legt nahe, dass die fundamentalen Faktoren mittelfristig wieder zugunsten des Frankens sprechen dürften.

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