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UBS erhöht Prognose für britische Staatsanleihen auf 271 Milliarden Pfund

Die Schweizer Großbank erwartet für 2026-27 ein deutlich geringeres Emissionsvolumen als im laufenden Geschäftsjahr.

UBS erhöht Prognose für britische Staatsanleihen auf 271 Milliarden Pfund

Die UBS hat ihre Prognose für das Angebot britischer Staatsanleihen (Gilts) im Geschäftsjahr 2026-27 nach oben korrigiert und erwartet nun Emissionen im Wert von 271 Milliarden Pfund. Dies geht aus einer aktuellen Research-Note der Schweizer Großbank hervor. Gegenüber dem laufenden Jahr bedeutet dies dennoch einen Rückgang, da sowohl die Nettokreditaufnahme als auch die Tilgungen sinken.

Das britische Debt Management Office (DMO) ist die staatliche Behörde, die für das Schuldenmanagement der britischen Regierung zuständig ist. Laut UBS soll der Emissionsplan rund 20 Milliarden Pfund an langlaufenden Gilts sowie 34 Milliarden Pfund an inflationsgebundenen Wertpapieren umfassen. Eine Ausweitung des Angebots über eine Laufzeit von zehn Jahren hinaus hält die Bank angesichts der aktuellen Renditekurve für nicht kosteneffizient.

Der Grund liegt in den Zinskosten: Während eine zehnjährige Finanzierung derzeit rund 4,3 Prozent kostet, würde eine Festschreibung für weitere zehn Jahre einen Grenzzinssatz von nahezu 6 Prozent erfordern. Damit wäre eine Verlängerung der Laufzeiten für den britischen Staat erheblich teurer.

Angebot bereits deutlich verlangsamt

Das Gilt-Angebot hat sich gemessen an der Duration gegenüber seinem Höchststand im zweiten Quartal 2025 bereits um etwa die Hälfte verlangsamt. Die UBS erwartet, dass das Tempo im Zeitraum 2026-27 durchschnittlich bei rund 21 Milliarden Pfund pro Monat in 10-Jahres-Äquivalenten liegen wird. Zum Vergleich: Mitte 2025 lag das monatliche Spitzenangebot bei nahezu 45 Milliarden Pfund.

Bis zum 24. Februar hat das DMO durch Gilt-Verkäufe bereits 285,8 Milliarden Pfund eingenommen. Damit verbleiben noch 17,9 Milliarden Pfund, um den aktuellen Emissionsplan zu erfüllen.

Der Haushaltsvollzug verlief im Januar besser als erwartet: Die Steuereinnahmen übertrafen die Prognosen des Office for Budget Responsibility um rund 6 Milliarden Pfund, während die Ausgaben um 3,2 Milliarden Pfund niedriger ausfielen. Laut UBS erscheint eine Überfinanzierung im laufenden Geschäftsjahr wahrscheinlich, was den Nettofinanzierungsbedarf für 2026-27 um geschätzte 4 Milliarden Pfund reduzieren würde.

Positive Aussichten für langlaufende Gilts

Die UBS weist darauf hin, dass langfristige Realrenditen einen guten Wert bieten, da die Breakeven-Inflationsraten derzeit hoch sind. Das nicht zugewiesene Angebot dürfte mit 27 Milliarden Pfund – entsprechend rund 10 Prozent des gesamten Emissionsplans – auf einem hohen Niveau bleiben. Der Markt sollte jedoch davon ausgehen, dass der Großteil dieser nicht zugewiesenen Emissionen letztlich in kurz- und mittelfristigen Gilts erfolgen wird.

Für deutsche Anleger, die in britische Staatsanleihen investieren oder das Pfund-Zinsumfeld im Blick behalten, sind diese Prognosen relevant: Sollten sich die UBS-Erwartungen bewahrheiten, dürften langlaufende Gilts eine positive Marktreaktion erfahren. Dies könnte auch Rückwirkungen auf den europäischen Anleihenmarkt haben.

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