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UBS emittiert AT1 überraschend erfolgreich

Trotz jüngster Verluste stoßen die risikoreichen Anleihen auf starkes Anlegerinteresse

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UBS emittiert AT1 überraschend erfolgreich

Die UBS hat als Pionierin im Bankensektor einen bemerkenswerten Schritt gewagt und erfolgreich neue Additional-Tier-1-Anleihen (AT1) platziert. Dies markiert einen Wendepunkt, insbesondere nachdem im Frühjahr Investoren herbe Verluste mit diesen risikobehafteten Wertpapieren hinnehmen mussten. In einer beachtlichen Rückkehr zu diesem Finanzinstrument konnte die UBS eine massive Überzeichnung ihrer Emission verzeichnen, ein klares Zeichen für das Vertrauen der Investoren in die Stabilität der Bank.

Nach den turbulenten Zeiten, die die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS mit sich brachte, stellt diese Emission einen entscheidenden Moment dar. Es wurde bekannt, dass die neuen AT1-Anleihen mit Laufzeiten von fünf und zehn Jahren, welche einen attraktiven Zinssatz von 9,25 Prozent bieten, auf großes Interesse gestoßen sind. Dies spiegelt sich in dem eindrucksvollen Orderbuch wider, das Gebote von über 36 Milliarden Dollar verzeichnete. Ursprünglich höher angesetzte Zinsen konnten im Laufe der Platzierung sogar gesenkt werden, was die Stärke der Nachfrage unterstreicht.

Das Volumen der Emission wird im einstelligen Milliardenbereich erwartet und soll ein älteres, bald kündbares Zinspapier ablösen. Für die UBS bedeutet dies zwar höhere Zinskosten, doch das Vorgehen wurde vom Markt bereits antizipiert und zeigt die Bereitschaft der Bank, in diesen unsicheren Zeiten proaktiv zu handeln.

Die neue Emission hat jedoch eine entscheidende Änderung erfahren: Statt der bisher in der Schweiz üblichen Klausel der vollständigen Abschreibung im Krisenfall, werden diese AT1-Anleihen nun in Aktien umgewandelt – eine Praxis, die im Euro-Raum bereits Standard ist. Dieser Schritt ist als direkte Antwort auf die jüngste Krise zu verstehen, bei der die Finma AT1-Anleihen der Credit Suisse im Wert von 17 Milliarden Dollar auf null setzte. Diese Entscheidung hatte weitreichende Konsequenzen, sie löste nicht nur bei den Investoren, sondern auch in der breiteren Finanzwelt Empörung aus.

Die Reaktion der UBS zeigt eine deutliche Anpassung an die Bedürfnisse der Investoren, die nach dem „plötzlichen Tod“ ihrer Anlagen bei der Credit Suisse, eine veränderte Verlustabsorptionsmethode gefordert hatten. Dieser Wechsel könnte einen signifikanten Einfluss auf die künftige Gestaltung von AT1-Anleihen haben und setzt möglicherweise einen neuen Standard im Umgang mit diesen komplexen Finanzinstrumenten.

Die Thematik ist jedoch nicht ohne Kontroverse, denn die Anleiheinvestoren der Credit Suisse führen einen rechtlichen Kampf gegen das, was sie als eine unfaire Aushebelung der traditionellen Gläubiger-Rangfolge empfinden. Sie argumentieren, dass die rechtlichen Bedingungen für eine Abschreibung der Anleihen nicht gegeben waren.

Diese juristische Auseinandersetzung zeigt keine Anzeichen einer baldigen Lösung, und die Beschwerden gegen die Entscheidung der Finma stapeln sich. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Konflikt entwickeln wird, doch die hohe Nachfrage nach den neuen UBS-Anleihen deutet darauf hin, dass viele Investoren bereit sind, über die Krise hinwegzusehen und sich auf die Stärke und das Engagement der Bank für die Zukunft zu verlassen.

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