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Übernahme bei ProSiebenSat.1: Tschechische Milliardärin steigt ein

Die Milliardärin Renáta Kellnerová könnte das europäische Fernsehgeschäft beeinflussen

Übernahme bei ProSiebenSat.1: Tschechische Milliardärin steigt ein

Die tschechische Milliardärin Renáta Kellnerová ist mit 9,1 Prozent bei ProSiebenSat.1 eingestiegen und damit zur zweitgrößten Aktionärin des Fernsehkonzerns aufgestiegen. Kellnerová ist Erbin des vor zwei Jahren bei einem Hubschrauberabsturz verstorbenen Unternehmers Petr Kellner und seither die reichste Frau Tschechiens. Sie könnte nun ein Gegengewicht zur italienischen MFE-Mediaforeurope bilden, die mit rund einem Viertel der Anteile zum größten Aktionär von ProSiebenSat.1 aufgestiegen ist und einen europäischen Fernsehkonzern schmieden will.

Kellnerová ist dem neuen Management um Konzernchef Bert Habets wohlgesonnen und glaubt an die digitale Transformation von ProSiebenSat.1. Sie plant dabei mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zusammenzuarbeiten. Die Konzernsprecherin begrüßte den Einstieg von Kellnerová und betonte, dass es bereits erste, sehr positive Kontakte mit PPF gegeben habe.

Mit dem Unternehmer Daniel Kretinsky hatte ProSiebenSat.1 von 2019 bis 2021 bereits einen Großaktionär aus Tschechien. Kretinsky hatte bis zu zwölf Prozent an dem Konzern gehalten und sich hinter das damalige Management gestellt. Medienberichten zufolge ist Kretinsky mit der Tochter von Petr Kellner und Renata Kellnerová, der Olympia-Springreiterin Anna Kellnerová, liiert.

Die strategischen Ideen des neuen ProSiebenSat.1-Chefs Habets will er am 2. März vorstellen. Es bleibt abzuwarten, wie die Aktionärsstruktur und die Zusammenarbeit mit MFE-Mediaforeurope sich entwickeln werden.

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