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Uber und Delivery Hero: Droht eine Monopolisierung des Liefermarkts?

Uber plant die Übernahme von Delivery Hero – doch der Konzern scheiterte einst spektakulär mit seinem ersten Lieferservice.

Uber und Delivery Hero: Droht eine Monopolisierung des Liefermarkts?

Der Weg zur globalen Marktdominanz im Essensliefergeschäft war für Uber alles andere als geradlinig. Bereits 2014 wagte der US-amerikanische Fahrdienstvermittler einen ersten Vorstoß in die Welt der Lebensmittellieferungen – und scheiterte dabei auf ganzer Linie.

Unter dem Namen „Uber Fresh" startete der Konzern damals in Kalifornien mit großem Tamtam einen neuen Dienst: Frisch zubereitetes Essen sollte direkt an die Haustür geliefert werden. Kühlboxen mit Hühnersuppen, Marktsalaten und italienischen Panini kursierten durch die Straßen von Santa Monica – versprochen wurde eine Lieferzeit von lediglich fünf bis zehn Minuten. Das Angebot war bewusst simpel gehalten: täglich genau ein Gericht, zum Festpreis von zwölf US-Dollar.

Ein kolossaler Flop als Ausgangspunkt

Das Konzept überzeugte die Kunden nicht. Trotz einer Ausweitung des Pilotprojekts auf Beverly Hills und West Hollywood stellte Uber den Dienst schon bald wieder ein. Der ambitionierte erste Anlauf im Liefergeschäft endete damit als teures Lehrstück.

Heute, gut ein Jahrzehnt später, präsentiert sich Uber in einer völlig anderen Position. Der Konzern hat sich mit seinem Lieferdienst Uber Eats längst als ernstzunehmender Akteur im globalen Food-Delivery-Markt etabliert. Nun steht offenbar der nächste große Schritt bevor: ein geplanter Kauf von Delivery Hero, einem der weltweit bedeutendsten Essenslieferanten mit Sitz in Berlin.

Für Privatanleger stellt sich damit eine zentrale Frage: Ist Uber dabei, den globalen Liefermarkt zu monopolisieren? Die mögliche Übernahme von Delivery Hero würde die Marktmacht des US-Konzerns erheblich ausweiten – und könnte die Wettbewerbslandschaft in der Branche grundlegend verändern. Regulierungsbehörden in Europa und weltweit dürften ein solches Vorhaben genau unter die Lupe nehmen.

Von der Niederlage zur Marktmacht

Die Geschichte von Uber Fresh zeigt exemplarisch, wie aus einem frühen Misserfolg langfristig eine strategische Lernkurve werden kann. Was 2014 als gescheitertes Experiment in Santa Monica begann, hat Uber nicht davon abgehalten, das Liefergeschäft konsequent weiterzuverfolgen – und es zu einem zentralen Wachstumspfeiler des Unternehmens auszubauen.

Für Anleger bleibt die Entwicklung rund um einen möglichen Delivery-Hero-Deal ein wichtiges Thema. Die Frage, ob und wie Uber seine Marktstellung im globalen Liefersegment weiter ausbaut, dürfte die Bewertung des Konzerns an der Börse maßgeblich beeinflussen.

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