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Uber steigt zum größten Aktionär von Delivery Hero auf

Der US-Fahrdienst hält nun 19,5 Prozent am Berliner Lieferdienst – und hat Optionen auf weitere Anteile.

Uber steigt zum größten Aktionär von Delivery Hero auf

Uber hat sich beim Berliner Essenslieferanten Delivery Hero an die Spitze der Aktionärsstruktur gesetzt. Der US-Konzern, der mit „Uber Eats" selbst im Liefergeschäft aktiv ist, hält nach eigenen Angaben inzwischen 19,5 Prozent der Anteile an Delivery Hero. Das gab Uber am Montag bekannt.

Zusätzlich verfügt Uber über Optionen auf weitere 5,6 Prozent der Anteile. Damit könnte der Konzern rechnerisch eine Sperrminorität erreichen – ein bedeutender strategischer Hebel, der es ermöglicht, wichtige Hauptversammlungsbeschlüsse zu blockieren. Delivery Hero bestätigte diese Angaben in einer eigenen Mitteilung.

Keine Übernahme geplant – vorerst

Eine weitere Aufstockung auf 30 Prozent ist laut Uber „derzeit" nicht beabsichtigt. Diese Schwelle wäre entscheidend: Ab 30 Prozent würde nach deutschem Übernahmerecht ein Pflichtangebot an alle übrigen Aktionäre fällig. Die klare Formulierung „derzeit" lässt jedoch Spielraum für die Zukunft offen.

Der Markt reagierte dennoch positiv: Die Delivery-Hero-Aktie legte um 5,6 Prozent auf 31,15 Euro zu. Anleger interpretierten das wachsende Engagement von Uber offenbar als Vertrauenssignal in das Berliner Unternehmen.

Delivery Hero selbst begrüßte die Investition und bezeichnete sie als „weitere Bestätigung seiner Plattform und seiner Everyday-App-Strategie". Das Unternehmen betonte zudem, sich weiterhin auf die operative Performance sowie auf die Prüfung strategischer Optionen zu konzentrieren, „um langfristigen Wert für alle Aktionäre zu schaffen".

Ubers rasanter Einstieg bei Delivery Hero

Der Aufstieg Ubers zum Großaktionär vollzog sich in kurzer Zeit. Erst Mitte April hatte der US-Konzern dem bisherigen Hauptaktionär Prosus – dem niederländischen Finanzinvestor – ein Aktienpaket abgekauft und war damit zunächst auf 7,2 Prozent gekommen. Woher die nun zusätzlich erworbenen Anteile stammen, ist bislang unklar.

Prosus steht seinerseits unter Druck: Der Investor muss seinen Anteil an Delivery Hero bis zum Spätsommer auf unter zehn Prozent reduzieren. Zuletzt hielt Prosus noch 16,8 Prozent, nachdem bereits ein Paket an den Hongkonger Vermögensverwalter Aspex verkauft worden war.

Im Zuge dieser Umbrüche hatte Firmen-Mitgründer Niklas Östberg angekündigt, sich bis Anfang 2027 aus dem Unternehmen zurückzuziehen – eine Forderung, die Großaktionär Aspex nach seiner Aufstockung erhoben hatte. Delivery Hero befindet sich damit in einer Phase tiefgreifender Veränderungen, sowohl an der Aktionärsspitze als auch im Management.

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