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Uber investiert über 10 Milliarden Dollar in Robotaxi-Expansion

Trotz schwacher Gewinnprognose für Q3 hält Uber an Waymo-Partnerschaft fest und plant massive Investitionen in autonomes Fahren.

Uber investiert über 10 Milliarden Dollar in Robotaxi-Expansion

Uber Technologies hat am Mittwoch angekündigt, in den kommenden Jahren mehr als 10 Milliarden US-Dollar in Robotaxis zu investieren. Gleichzeitig wies CEO Dara Khosrowshahi Berichte zurück, wonach der Alphabet-Partner Waymo die gemeinsame Allianz beenden wolle. Die Aktie des Fahrdienstvermittlers reagierte dennoch mit einem Kursrückgang von 4,8 Prozent – ausgelöst durch eine enttäuschende Gewinnprognose für das dritte Quartal.

Für das dritte Quartal erwartet Uber einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 84 bis 88 Cent. Analysten hatten laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG im Schnitt 89 Cent erwartet. Dieser verfehlte Ausblick reichte aus, um Anleger zu verunsichern – trotz solider Quartalszahlen im abgelaufenen zweiten Quartal.

Robotaxi-Investitionen im Fokus der Anleger

Die geplanten Investitionen von über 10 Milliarden Dollar sollen laut Unternehmensangaben größtenteils aus Eigenkapitalbeteiligungen an Partnern für autonomes Fahren sowie aus Bilanzhilfen für den Flottenbetrieb und Fahrzeugzusagen bestehen. Die Kapitalallokation des Konzerns steht dabei besonders im Rampenlicht, nachdem Uber im vergangenen Monat bereits einen 14,8-Milliarden-Dollar-Deal für Delivery Hero angekündigt hatte.

Adam Ballantyne, Senior Analyst beim Uber-Aktionär Cambiar Investors, zeigte sich mit dem Investitionsrahmen einverstanden: „Die Investitionssumme von 10 Milliarden Dollar entspricht meinen eigenen Vorstellungen." Er ergänzte, dass Uber in den nächsten vier bis fünf Jahren Milliarden von US-Dollar benötigen werde, um Partner für autonomes Fahren bei deren Skalierung zu unterstützen.

CEO Khosrowshahi bekräftigte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass Waymo ein wichtiger Partner bleibe. Er erwarte, dass beide Unternehmen in Austin und Atlanta weiterhin zusammenarbeiten würden, während Uber gleichzeitig die Beziehungen zu weiteren Entwicklern autonomer Fahrzeuge ausbaue.

Starkes Q2 trotz Währungsgegenwind

Im zweiten Quartal lieferte Uber solide Ergebnisse: Die Bruttobuchungen stiegen um 24 Prozent auf 58,02 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Analystenerwartungen von 57,06 Milliarden Dollar. Auch das bereinigte Kernergebnis übertraf die Erwartungen. Der Umsatz legte um 12 Prozent auf 14,19 Milliarden Dollar zu – knapp unter den Schätzungen von 14,24 Milliarden Dollar.

Das Geschäft profitierte im Quartal von einer breit gefächerten Nachfrage über Regionen und Dienstleistungen hinweg, unter anderem durch Reisen im Zusammenhang mit der FIFA-Fußballweltmeisterschaft. Uber gab zudem bekannt, im vergangenen Jahr mehr Erstnutzer gewonnen zu haben als in jedem vergleichbaren Zeitraum der vorangegangenen fünf Jahre.

Für das dritte Quartal prognostiziert das Unternehmen Bruttobuchungen zwischen 58,25 und 60,25 Milliarden Dollar – ein Wert, der weitgehend den Analystenerwartungen von 59,21 Milliarden Dollar entspricht. Allerdings warnte Uber, dass Wechselkurseffekte das berichtete Wachstum der Bruttobuchungen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um etwa einen Prozentpunkt schmälern dürften. In den vorangegangenen vier Quartalen hatten Währungseffekte das Wachstum noch begünstigt.

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