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Uber bietet 11,6 Milliarden Dollar für Delivery Hero – Aktie fällt

Trotz fallender Aktie sehen Analysten strategischen Sinn im milliardenschweren Übernahmeangebot gegen DoorDash-Expansion.

Uber bietet 11,6 Milliarden Dollar für Delivery Hero – Aktie fällt

Die Aktie von Uber Technologies (UBER) geriet am Dienstag unter Druck, nachdem bekannt wurde, dass der US-amerikanische Fahrdienst- und Lieferriese ein Übernahmeangebot in Höhe von 11,6 Milliarden US-Dollar für den deutschen Lieferdienst Delivery Hero abgegeben hat. Die Offerte wurde am Wochenende publik und sorgte an den Märkten für eine verhaltene Reaktion der Investoren.

Delivery Hero bestätigte den Vorgang am Samstag in einer offiziellen Pflichtmitteilung. Darin gab das in Deutschland ansässige Unternehmen bekannt, dass Uber mit einem konkreten Übernahmevorschlag an das Unternehmen herangetreten sei. Weitere Details zur Struktur oder zu den Bedingungen des Angebots wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Strategischer Schachzug gegen DoorDash

Hinter dem milliardenschweren Vorstoß steckt offenbar eine klare strategische Logik. Laut Analysten könnte die Übernahme von Delivery Hero Uber dabei helfen, den jüngsten internationalen Expansionsbestrebungen seines größten Konkurrenten im Bereich der Essenslieferungen, DoorDash (DASH), entgegenzuwirken. DoorDash hat zuletzt verstärkt versucht, seine Präsenz außerhalb der USA auszubauen – ein Terrain, auf dem Delivery Hero traditionell stark aufgestellt ist.

Delivery Hero ist als einer der weltweit führenden Essenslieferdienste bekannt und in zahlreichen Märkten außerhalb Europas aktiv, insbesondere in Asien, dem Nahen Osten und Lateinamerika. Für Uber, das mit seiner Plattform Uber Eats ebenfalls im Liefergeschäft aktiv ist, würde eine Übernahme den Zugang zu diesen internationalen Märkten erheblich ausweiten.

Anleger reagieren skeptisch

Die negative Kursreaktion der Uber-Aktie spiegelt die Skepsis vieler Investoren gegenüber großen Übernahmen wider – insbesondere wenn es um hohe Kaufpreise und komplexe internationale Integrationen geht. Ein Kaufpreis von 11,6 Milliarden US-Dollar stellt eine erhebliche finanzielle Verpflichtung dar und wirft Fragen zur Bewertung sowie zur künftigen Profitabilität des kombinierten Unternehmens auf.

Dennoch betonen Analysten, dass der Deal aus strategischer Perspektive durchaus Sinn ergibt. Die Möglichkeit, DoorDashs globale Ambitionen zu bremsen und gleichzeitig das eigene internationale Liefergeschäft signifikant zu stärken, könnte langfristig den Wettbewerbsvorteil von Uber sichern.

Für deutsche Anleger ist der Deal besonders relevant, da Delivery Hero seinen Hauptsitz in Berlin hat und an der Frankfurter Börse notiert ist. Eine erfolgreiche Übernahme durch Uber würde bedeuten, dass eines der bekanntesten deutschen Tech-Unternehmen in den Besitz eines US-Konzerns übergehen würde – ein Vorgang, der auch politisch und regulatorisch Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte. Ob und wann ein formelles Angebot folgt, bleibt abzuwarten.

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