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Twilio übertrifft Palantir 2026 – und ist deutlich günstiger

Während Palantir 33% verliert, legt Twilio 38% zu – dank KI-Lösungen, die Kunden zu höheren Ausgaben bewegen.

Twilio übertrifft Palantir 2026 – und ist deutlich günstiger

Palantir Technologies gilt als eines der bekanntesten Unternehmen im Bereich KI-Software. Doch im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 hat die Palantir-Aktie um 33% nachgegeben – vor allem wegen Bedenken hinsichtlich der hohen Bewertung. Während Palantir an Boden verliert, gewinnt ein anderes KI-Unternehmen still und leise die Oberhand: Twilio (TWLO), ein Anbieter von Cloud-Kommunikationsplattformen, dessen Aktie im selben Zeitraum um 38% gestiegen ist.

Der Grund für Twilios starke Performance liegt in der wachsenden Nachfrage nach seinen KI-fokussierten Lösungen. Diese treiben ein stärkeres Umsatz- und Gewinnwachstum an – und das zu einer deutlich günstigeren Bewertung als bei Palantir. Für Anleger, die nach KI-Aktien mit Kurspotenzial suchen, rückt Twilio damit zunehmend in den Fokus.

Was Twilio eigentlich macht

Die Cloud-Kommunikationsplattform von Twilio ermöglicht es Unternehmen, über verschiedene Kanäle mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben – darunter Sprache, Text, Chat, Video und E-Mail. Über Programmierschnittstellen (APIs) integrieren Kunden diese Kommunikationskanäle direkt in ihre eigenen Anwendungen. Besonders relevant: Twilios APIs haben Unternehmen dabei geholfen, traditionelle, kostspielige Kontaktzentren durch cloudbasierte Plattformen zu ersetzen und so den Betrieb physischer Callcenter zu vereinfachen und zu verbilligen.

Nun geht Twilio einen Schritt weiter und stellt seinen Kunden KI-Tools und -Lösungen zur Verfügung. Das Ziel: den Kundenservice verbessern und den Umsatz der Kunden steigern. Die Ergebnisse sind beeindruckend.

KI-Einsatz bringt messbare Erfolge

In der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen im April nannte Twilio ein konkretes Beispiel: Eine digitale Marketingagentur nutzte Twilios Sprach-, Messaging- und Sprach-KI-Lösungen, um einen KI-Agenten zu entwickeln. Innerhalb von nur drei Monaten nach dem Einsatz dieses Agenten stiegen die Buchungen des Kunden um 39% – was einem zusätzlichen Umsatz von 8,4 Millionen US-Dollar entsprach.

Solche Erfolgsgeschichten zeigen, warum immer mehr Twilio-Kunden ihre Ausgaben erhöhen. KI-Tools helfen ihnen dabei, die Produktakzeptanz zu steigern, Termine zu vereinbaren, Betrugsversuche zu reduzieren und Klickraten zu verbessern. Das Ergebnis: Bestehende Kunden nutzen die Plattform intensiver und geben mehr aus.

Netto-Expansionsrate springt auf 114%

Ein zentraler Indikator für diesen Trend ist die sogenannte dollarbasierte Netto-Expansionsrate. Im ersten Quartal 2026 stieg diese Kennzahl bei Twilio auf 114% – ein Anstieg von sieben Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Kennzahl vergleicht den aktuellen Quartalsumsatz mit dem Umsatz derselben Kundengruppe aus dem Vorjahr. Ein Wert über 100% bedeutet, dass bestehende Kunden ihre Nutzung ausgeweitet haben.

Dieser Mechanismus ist für Twilios Profitabilität besonders wertvoll: Mehr Umsatz von bestehenden Kunden zu generieren bedeutet, dass keine zusätzlichen Mittel für die Neukundengewinnung aufgewendet werden müssen. Das schlägt sich direkt positiv auf den Gewinn pro Aktie nieder.

Für deutsche Privatanleger, die im KI-Sektor investiert sind oder nach Alternativen zu hoch bewerteten Platzhirschen wie Palantir suchen, bietet Twilio eine interessante Perspektive: solides Wachstum, KI-getriebene Nachfrage und eine im Vergleich günstigere Bewertung. Die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf 2026 dürfte zeigen, ob sich dieser Vorsprung weiter ausbauen lässt.

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