ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Turbinen-Boom: Nur vier Hersteller bedienen Airlines und Hyperscaler

Airlines und KI-Rechenzentren konkurrieren um Turbinen – eine hochspezialisierte Nische mit nur wenigen globalen Herstellern.

Turbinen-Boom: Nur vier Hersteller bedienen Airlines und Hyperscaler

Fluggesellschaften und Hyperscaler haben derzeit ein gemeinsames Problem: Sie benötigen dringend Turbinen – die einen für den Antrieb ihrer Jets, die anderen für die Kühlung und den Betrieb ihrer Rechenzentren. Die Nachfrage steigt sprunghaft an, doch das Angebot ist extrem begrenzt. Denn die westliche Produktion der entscheidenden Turbinenschaufeln und Leitschaufeln konzentriert sich laut einem Bericht des Analysehauses SemiAnalysis auf gerade einmal vier Unternehmen.

Diese vier Akteure sind: die börsennotierte Howmet Aerospace (Ticker: HWM), die zu Warren Buffetts Berkshire Hathaway gehörende Precision Castparts, die im Besitz von Private-Equity-Investoren befindliche Consolidated Precision Products sowie DPC Holdings – die Muttergesellschaft der britischen Doncasters Group, die erst im vergangenen Monat ihr Börsendebüt in New York feierte. Den größten Marktanteil halten dabei Precision Castparts und Howmet Aerospace.

Hochkomplexe Komponenten mit enormen Eintrittsbarrieren

Turbinenschaufeln und Leitschaufeln gehören laut SemiAnalysis „zu den anspruchsvollsten Komponenten, die die moderne Industrie herstellt". Das macht deutlich, warum der Markt so eng ist: Nicht jedes Unternehmen kann diese Teile produzieren. Kristine Liwag, Aktienanalystin bei Morgan Stanley, erklärt, dass jedes dieser Bauteile mit einer neuen Wachsform gefertigt wird, die von Grund auf neu erstellt werden muss. Dieser aufwendige Herstellungsprozess erfordert jahrzehntelange Erfahrung und spezialisiertes Know-how.

Für deutsche Privatanleger ist diese Konstellation besonders interessant: Die extreme Marktkonzentration bedeutet, dass eine Handvoll Unternehmen von einem strukturellen Megatrend profitiert, der gleich zwei der dynamischsten Wachstumsbranchen unserer Zeit antreibt – die Luftfahrt und die KI-Infrastruktur. Beide Sektoren investieren massiv und benötigen zuverlässige Lieferketten für ihre Kernkomponenten.

Disziplin statt Überkapazitäten erwartet

Wie in anderen Branchen, die von der KI-Euphorie erfasst wurden, stellt sich auch hier die Frage, ob die Hersteller in Überkapazitäten investieren könnten. Doch Analysten sehen das Risiko als begrenzt an. Die starke Konzentration der Branche mit nur einer Handvoll erfahrener Akteure macht Disziplin beim Kapazitätsaufbau wahrscheinlicher als in fragmentierteren Märkten.

Das Oligopol der Turbinenhersteller erinnert an andere hochspezialisierte Industriezweige, in denen hohe technische Anforderungen und jahrelange Qualifizierungsprozesse natürliche Schutzwälle gegen neue Wettbewerber errichten. Neue Marktteilnehmer müssten nicht nur enorme Investitionen stemmen, sondern auch langwierige Zertifizierungsverfahren durchlaufen – insbesondere im sicherheitskritischen Luftfahrtbereich.

Für Anleger, die von diesem Trend profitieren möchten, bieten sich vor allem die börsennotierten Unternehmen an. Howmet Aerospace ist direkt an der Börse handelbar, während DPC Holdings mit seinem jüngsten Börsengang in New York ebenfalls für Investoren zugänglich ist. Precision Castparts hingegen ist als Tochter von Berkshire Hathaway nur indirekt über die Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett investierbar.

TurbinenherstellerHowmet AerospacePrecision CastpartsHyperscalerLuftfahrt AktienKi RechenzentrenTurbinenschaufelnBerkshire Hathaway

Disclaimer