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TSX vor festerer Eröffnung – Micron beflügelt globalen KI-Handel

Starke Micron-Quartalszahlen und Prognosen geben dem globalen Technologiesektor und den kanadischen Märkten neuen Auftrieb.

TSX vor festerer Eröffnung – Micron beflügelt globalen KI-Handel

Die kanadischen Aktienmärkte steuerten am Donnerstag auf eine positive Eröffnung zu, nachdem starke Unternehmensergebnisse dem globalen Handel mit Künstlicher Intelligenz neues Leben eingehaucht hatten. Die S&P/TSX 60 Futures stiegen im vorbörslichen Handel um 0,39% auf C$2.062,40. Dies folgte auf eine schwache Sitzung am Mittwoch, bei der der Leitindex S&P/TSX Composite um 191,29 Punkte oder 0,55% auf 34.736,09 Punkte gefallen war.

Der entscheidende Impulsgeber für die positive Stimmung war der US-amerikanische Speicherchiphersteller Micron Technology. Das Unternehmen übertraf im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen der Wall Street deutlich und legte zugleich eine wesentlich stärkere Prognose für das laufende Quartal vor als erwartet. Die Aktie reagierte im vorbörslichen Handel mit einem Kurssprung von rund 18,5%.

Micron mit Rekordergebnissen und starkem Ausblick

Für das am 28. Mai abgeschlossene Quartal meldete Micron einen bereinigten Gewinn von 25,11 US-Dollar je Aktie bei einem Rekordumsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar. Damit wurden die Analystenschätzungen von 20,49 US-Dollar je Aktie und 35,69 Milliarden US-Dollar Umsatz komfortabel übertroffen. Anleger begrüßten insbesondere die anhaltend starke KI-gesteuerte Nachfrage nach Speicherchips als treibende Kraft hinter diesen Zahlen.

Noch beeindruckender fiel der Ausblick aus: Für das vierte Geschäftsquartal prognostiziert Micron einen Umsatz zwischen 49 und 51 Milliarden US-Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 30,00 bis 32,00 US-Dollar. Der jeweilige Analystenkonsens lag lediglich bei 43,24 Milliarden US-Dollar Umsatz und 25,31 US-Dollar Gewinn je Aktie – die Prognosen übertrafen die Erwartungen damit erheblich. Das Management trat zudem Befürchtungen über einen Höchststand der Margen entgegen und prognostizierte für das kommende Quartal eine Bruttomarge von 86%. In der Telefonkonferenz nach den Ergebnissen wies das Unternehmen darauf hin, dass die Lieferengpässe bei Speichern kaum Anzeichen einer Entspannung zeigen.

US-Futures ziehen kräftig an

Die positiven Signale von Micron und Qualcomm sorgten auch an den US-Terminmärkten für deutliche Kursgewinne. Die Nasdaq 100 Futures kletterten im frühen Handel um 2,32% auf 30.199,00 Punkte, während die S&P 500 Futures um 0,81% auf 7.488,25 Punkte zulegten. Die Dow Jones Futures stiegen um 0,27% auf 52.422,00 Punkte. Diese Gewinne stellten sich nach einer überwiegend negativen Sitzung an der Wall Street ein, in der Anleger gegenüber dem Technologiesektor nach einem massiven Ausverkauf in der Vorwoche noch vorsichtig geblieben waren. Die starken Unternehmensausblicke trugen dazu bei, diese negative Dynamik umzukehren und das Vertrauen der großen Technologie-Investoren wiederherzustellen.

Abseits des Technologiesektors erholten sich die Goldpreise am Donnerstag leicht und machten etwas Boden gut, nachdem sie sich ihren niedrigsten Ständen seit mehr als sieben Monaten genähert hatten. Im elektronischen Handel stiegen die Gold-Futures um 0,51% auf 4.029,27 US-Dollar je Unze, während XAU/USD um 0,35% auf 4.013,12 US-Dollar zulegte. Trotz der geringfügigen Erholung belasten ein starker US-Dollar und wachsende Erwartungen einer weiteren geldpolitischen Straffung durch die US-Notenbank Federal Reserve weiterhin die Nachfrage nach dem unverzinsten Edelmetall.

Ölpreise auf Mehrmonatstief

Die Ölpreise gaben am Donnerstag weiter nach und fielen auf ein Niveau, das zuletzt vor Beginn des Iran-Krieges erreicht worden war. Beide wichtigen Rohöl-Benchmarks erreichten ihre niedrigsten Preise seit dem 27. Februar. Hintergrund ist die Erwartung eines steigenden Angebots aus dem Nahen Osten, das die Nachfragesorgen überwog. US-Energieminister Chris Wright erklärte vor einem Forum, dass die Ströme durch die Straße von Hormus nahezu dem Niveau vor Beginn des Konflikts entsprächen.

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