TSMC übertrifft Prognosen im vierten Quartal
Starke KI-Nachfrage treibt Umsatz deutlich über Markterwartungen

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company hat im vierten Quartal einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnet und damit die Erwartungen des Marktes übertroffen. Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter profitierte dabei vor allem von der stark gestiegenen Nachfrage nach Chips für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Nach Berechnungen auf Basis der von dem Unternehmen veröffentlichten Monatsdaten belief sich der Umsatz im Zeitraum von Oktober bis Dezember auf 1.046,08 Milliarden Taiwan-Dollar. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal entspricht dies einem Zuwachs von 20,45 Prozent.
Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch Erlöse von 868,46 Milliarden Taiwan-Dollar erzielt. Damit setzte sich der Wachstumstrend fort, der maßgeblich durch Investitionen großer Technologieunternehmen in leistungsfähige Rechenzentren und KI-Infrastruktur getragen wird. Die jüngsten Zahlen lagen zudem über den Prognosen der Analysten. Eine von LSEG ermittelte SmartEstimate-Schätzung, die auf den Einschätzungen von 20 Analysten basiert, hatte einen Quartalsumsatz von 1.035,913 Milliarden Taiwan-Dollar erwartet.
Auch im Vergleich zur eigenen Prognose bewegten sich die Ergebnisse innerhalb der zuvor kommunizierten Spanne. Das Unternehmen hatte bei seiner letzten Ergebnisveröffentlichung im Oktober eine Umsatzguidance zwischen 32,2 und 33,4 Milliarden US-Dollar für das vierte Quartal ausgegeben. Da der Konzern seine Prognosen ausschließlich in US-Dollar veröffentlicht, entsprach der nun gemeldete Wert von umgerechnet 33,04 Milliarden US-Dollar dem oberen Bereich dieser Erwartung.
Die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal will der Halbleiterhersteller am 15. Januar vorlegen. Dann sollen auch ein aktualisierter Ausblick für das laufende Quartal sowie für das Gesamtjahr veröffentlicht werden. Zu den wichtigsten Kunden des Unternehmens zählen große Technologiekonzerne aus den USA, die insbesondere im Bereich Hochleistungsrechner und KI-Anwendungen investieren. Diese Nachfrage konnte den Rückgang der Bestellungen aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik, der nach dem Ende des pandemiebedingten Booms eingesetzt hat, mehr als ausgleichen.
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Zur AktienanalyseAn der Börse spiegelte sich diese Entwicklung bereits im vergangenen Jahr wider. Die in Taipeh notierten Aktien des Unternehmens legten 2025 um 44,2 Prozent zu und übertrafen damit deutlich die Entwicklung des breiteren taiwanischen Aktienmarktes, der im selben Zeitraum um 25,7 Prozent stieg. Auch andere große Auftragsfertiger aus Taiwan berichteten zuletzt von starken Umsätzen im vierten Quartal.


