TSMC erzielt Rekordgewinn im Q2 dank KI-Boom
Der weltgrößte Chipfertiger übertrifft alle Erwartungen und hebt Umsatz- sowie Investitionsprognose für 2026 deutlich an.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Corp (TSMC) hat im zweiten Quartal einen Rekordgewinn erzielt und damit erneut die Stärke der KI-getriebenen Chipnachfrage unter Beweis gestellt. Der Nettogewinn stieg auf T$706,56 Milliarden (rund 21,98 Milliarden US-Dollar) – ein Plus von 77,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Bloomberg-Schätzungen von T$623,73 Milliarden wurden damit deutlich übertroffen.
Es ist bereits das fünfte Quartal in Folge, in dem TSMC einen Rekordgewinn verbucht. Auch beim Umsatz setzte der weltgrößte Auftragsfertiger von Chips neue Maßstäbe: Mit T$1,27 Billionen (rund 39 Milliarden US-Dollar) legte der Quartalsumsatz um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die Zahlen belegen eindrucksvoll, wie sehr der globale KI-Ausbau die Nachfrage nach modernsten Halbleitern antreibt.
Starker Ausblick und erhöhte Investitionsprognose
CEO C. C. Wei machte in einer Telefonkonferenz nach der Ergebnisbekanntgabe deutlich, wohin die Reise geht: „Der KI-Megatrend treibt weiterhin den Bedarf an immer mehr Rechenleistung voran, was die Nachfrage nach modernsten Halbleitern stützt." Wei betonte, dass Kunden von TSMC starke Nachfragesignale übermittelt hätten und die außergewöhnliche Nachfrage eine deutliche Steigerung der Produktion erforderlich mache.
Für das dritte Quartal erwartet CFO Wendell Huang einen Umsatz zwischen 44,6 und 45,8 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge soll dabei zwischen 56 und 58 Prozent liegen. Huang wies jedoch auch auf eine Verschlechterung der Bruttomarge hin, die er auf den „extremen" Hochlauf des fortschrittlichen 2-Nanometer-Prozesses zurückführte – ein technologischer Meilenstein, der kurzfristig höhere Anlaufkosten verursacht.
TSMC hat seine Investitionsausgaben für 2026 erheblich angehoben: Statt der bisher geplanten 52 bis 56 Milliarden US-Dollar sollen nun 60 bis 64 Milliarden US-Dollar investiert werden. Zusätzlich kündigte CEO Wei an, weitere 100 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Produktionskapazitäten im US-Bundesstaat Arizona zu investieren. TSMC betreibt weltweit drei zentrale Produktionsstandorte – in Taiwan, den USA und Japan.
Umsatzwachstum von über 40 Prozent für 2026 erwartet
Besonders bemerkenswert ist die angehobene Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026: TSMC erwartet nun ein Wachstum von mehr als 40 Prozent auf US-Dollar-Basis – eine deutliche Steigerung gegenüber der bisherigen Prognose von mehr als 30 Prozent. Diese Anhebung unterstreicht das Vertrauen des Managements in die anhaltend starke Nachfrage nach KI-Chips.
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Zur AktienanalyseDie glänzenden Quartalszahlen bestätigen, dass die Nachfrage nach TSMCs fortschrittlichen Chips kaum Anzeichen einer Verlangsamung zeigt. Der KI-Boom hat die Position des Unternehmens in der globalen Chip-Lieferkette weiter gefestigt und den Wert des wertvollsten Unternehmens Asiens erheblich gesteigert. TSMC ist ein zentraler Zulieferer für Branchengrößen wie Nvidia (NASDAQ: NVDA) und Apple (NASDAQ: AAPL), deren Chips in Anwendungen von KI-Servern bis hin zu Unterhaltungselektronik zum Einsatz kommen.
Für deutsche Anleger, die in den KI-Sektor investieren möchten, bleibt TSMC eine Schlüsselgröße: Als unverzichtbarer Produzent der leistungsfähigsten Halbleiter der Welt profitiert das Unternehmen direkt von den milliardenschweren Investitionen globaler Technologiekonzerne in künstliche Intelligenz.


