Truro: 320 Wohnungen geplant – Kosten deutlich gesunken
Das kommunale Bauunternehmen Treveth reicht überarbeiteten Rahmenantrag für das Pydar-Gardens-Projekt in Truro ein.

Das kommunale Bauunternehmen Treveth hat beim Cornwall Council einen Rahmenantrag für das Stadtentwicklungsprojekt „Pydar Gardens" in der südenglischen Stadt Truro eingereicht. Der Antrag sieht bis zu 320 Wohnungen, 400 Studentenunterkünfte sowie Gewerbeflächen vor. Das Projekt soll auf einem bereits geräumten, 4,5 Hektar großen Areal entstehen.
Die überarbeiteten Kostenschätzungen belaufen sich auf 120 bis 150 Millionen Britische Pfund – ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Prognosen, die auf fast 200 Millionen Britische Pfund gestiegen waren. Inflation und wirtschaftliche Abschwünge hatten den Fortschritt des Projekts zuvor erheblich gebremst und die Kosten in die Höhe getrieben.
Angepasstes Konzept für veränderte Stadtbedingungen
Treveth begründet die Überarbeitung des Konzepts mit veränderten Rahmenbedingungen in Truro: geringere Einzelhandelsnachfrage, veränderte Passantenströme und flexiblere Arbeitsmodelle hätten eine Anpassung der ursprünglichen Pläne notwendig gemacht. Laut den Planungsunterlagen, die dem Local Democracy Reporting Service vorliegen, soll das Vorhaben „weitgehend dem Geist der ursprünglichen Genehmigung" entsprechen, die im Jahr 2021 erteilt wurde.
Die Antragsteller beschreiben den überarbeiteten Entwurf als „realistische und tragfähige Option für den Standort" und argumentieren, dass er die Umgebung in Bezug auf Layout, Maßstab und Charakter besser widerspiegele als frühere Versionen. Das Projekt trägt nun den Namen Pydar Gardens und soll sich um eine große zentrale Grünfläche gruppieren, die für Erholung, Spiel und das Gemeinschaftsleben konzipiert ist.
Grünflächen, Fuß- und Radwege im Fokus
Die Gebäudehöhen sollen überwiegend zwischen vier und sechs Stockwerken liegen. Neue Fuß- und Radwege sind geplant, um die nahegelegenen Grünflächen sowie den Fluss Allen anzubinden. Darüber hinaus sollen die Straßen, die das Entwicklungsgebiet mit dem Stadtzentrum verbinden, durch mehr Begrünung und sicherere Fußwege aufgewertet werden.
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Zur AktienanalyseDas Pydar-Projekt hat eine längere Vorgeschichte: Bereits seit Jahren wird über die Entwicklung des innerstädtischen Areals in Truro diskutiert. Frühere Planungsphasen wurden durch steigende Baukosten und wirtschaftliche Unsicherheiten immer wieder verzögert. Mit dem nun eingereichten Rahmenantrag unternimmt Treveth einen neuen Anlauf, das brachliegende Gelände einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen.
Für deutsche Investoren und Beobachter des britischen Immobilienmarkts ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie kommunale Entwicklungsgesellschaften in Großbritannien auf veränderte Marktbedingungen reagieren: durch Kostensenkung, Anpassung des Nutzungsmixes und stärkere Betonung von Wohnraum gegenüber Einzelhandel und Büroflächen.


