Trumps neue Zölle: Europa gewinnt, Asien und Brasilien verlieren
Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien profitieren von Trumps neuem Zollregime – asiatische und lateinamerikanische Länder hingegen zahlen mehr.

Donald Trump hat sein Zollsystem neu aufgestellt – und die Gewinner und Verlierer sind klar verteilt. Europäische Länder gehen als relative Gewinner aus dem jüngsten Vorstoß des US-Präsidenten hervor, seine Zollmauer wiederaufzubauen. Das geht aus einer Analyse des unabhängigen Handelsüberwachungsorgans Global Trade Alert hervor, die auf Basis des am Donnerstag von Washington angekündigten neuen Zollregimes erstellt wurde.
Konkret sind die Zollsätze für Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Spanien allesamt gesunken. Für europäische Exporteure bedeutet das eine spürbare Entlastung im Vergleich zur vorherigen Zollsituation. Hintergrund ist, dass Trumps ursprüngliche Zollmauer Anfang des Jahres vom Obersten Gerichtshof der USA gekippt worden war – der neue Vorstoß ist demnach ein Versuch, das Regime auf neuer rechtlicher Grundlage neu zu errichten.
Asien und Lateinamerika unter Druck
Während Europa aufatmen kann, sieht die Lage für andere Regionen deutlich schlechter aus. Die Abgaben für asiatische und lateinamerikanische Länder sind im Zuge der neuen Regelungen gestiegen. Besonders betroffen sind laut Global Trade Alert China, Vietnam und Indonesien, die allesamt höhere Zollbelastungen verzeichnen.
Auch Brasilien gehört zu den Verlierern der neuen US-Handelspolitik. Lateinamerika insgesamt scheint stärker in den Fokus der amerikanischen Zollpolitik geraten zu sein, während Europa offenbar von einer relativen Entspannung profitiert. Dies könnte auf geopolitische Überlegungen der Trump-Administration hinweisen, auch wenn die genauen Hintergründe der Gewichtungen aus dem vorliegenden Bericht nicht vollständig hervorgehen.
Einordnung für deutsche Anleger und Exporteure
Für Deutschland als eine der größten Exportnationen der Welt ist die Entwicklung von besonderer Bedeutung. Gesunkene US-Zölle auf deutsche Waren könnten deutschen Unternehmen den Zugang zum amerikanischen Markt erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber asiatischen Konkurrenten stärken, die nun höhere Abgaben zahlen müssen.
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Zur AktienanalyseDie Analyse stammt von Global Trade Alert, einem anerkannten und unabhängigen Gremium zur Überwachung des globalen Handels. Die Organisation wertet systematisch Handelspolitiken weltweit aus und gilt als verlässliche Quelle für die Einschätzung von Zoll- und Handelsmaßnahmen. Ihre Einschätzung des neuen US-Zollregimes liefert damit eine belastbare Grundlage für die Bewertung der geopolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen.
Die Entwicklung zeigt einmal mehr, wie stark Trumps Handelspolitik die globalen Warenströme beeinflusst. Während Europa in dieser Runde als relativer Gewinner dasteht, bleibt abzuwarten, wie dauerhaft diese Konstellation ist – und ob weitere rechtliche Herausforderungen das neue Zollregime erneut ins Wanken bringen könnten.


