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Trumps Iran-Aussagen schicken Märkte und Ölpreise auf Talfahrt

Trumps Ankündigung möglicher weiterer Iran-Angriffe erschüttert die Märkte, treibt Ölpreise und Anleiherenditen auf Monatshochs.

Trumps Iran-Aussagen schicken Märkte und Ölpreise auf Talfahrt

Die globalen Finanzmärkte gerieten am Dienstag unter erheblichen Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump auf dem NATO-Gipfel in der Türkei erklärt hatte, der Waffenstillstand mit dem Iran könnte beendet sein. Trump deutete an, dass die USA ihre Angriffe auf den Iran wahrscheinlich fortsetzen würden. Diese Aussagen lösten unmittelbar starke Bewegungen an den Aktien-, Rohstoff- und Anleihemärkten aus.

Der S&P 500 verlor 0,3 Prozent, während der Dow Jones Industrial Average um 1,1 Prozent oder 576 Punkte nachgab. Lediglich der technologielastige Nasdaq Composite konnte sich dem Abwärtstrend entziehen und schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent. Nach Börsenschluss meldete das US Central Command, dass amerikanische Streitkräfte neue Angriffe auf den Iran gestartet hatten.

Ölpreise schießen in die Höhe

Besonders deutlich reagierten die Energiemärkte auf die geopolitischen Entwicklungen. Brent-Rohöl-Futures kletterten nach Trumps Äußerungen um mehr als 5 Prozent auf rund 78 US-Dollar pro Barrel und erreichten zeitweise sogar die Marke von 80 US-Dollar. Damit verzeichneten die Ölpreise in den letzten zwei Handelssitzungen den größten zweitägigen prozentualen Anstieg seit Mai.

Noch stärker stiegen die Diesel-Futures: Sie sprangen um 11 Prozent nach oben. Auslöser war eine Ankündigung Russlands, die Exporte des wichtigen Kraftstoffs zu verbieten. Der Tankerverkehr in der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus soll derweil stabil bleiben – ein wichtiger Faktor für die globale Ölversorgung, da durch diese Meerenge ein erheblicher Teil des weltweiten Rohöltransports fließt.

Anleiherenditen auf höchstem Stand seit Mai

Parallel zu den Rohstoffmärkten stiegen auch die Anleiherenditen deutlich an. Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihen kletterte auf den höchsten Stand seit Mai und beendete den Handel bei 4,567 Prozent. Bemerkenswert ist dabei, dass die Renditen bereits seit sieben aufeinanderfolgenden Handelstagen gestiegen sind – die längste derartige Serie seit 2024.

Auch europäische Staatsanleihen blieben von der Entwicklung nicht verschont. Die Renditen britischer, französischer und italienischer Staatsanleihen legten nach Trumps Kommentaren ebenfalls deutlich zu. Steigende Anleiherenditen bedeuten für Anleger fallende Anleihekurse und signalisieren wachsende Unsicherheit an den Märkten.

Fed warnt vor Inflationsrisiken durch KI-Boom

Neben den geopolitischen Spannungen rückte auch ein weiteres Thema in den Fokus der Märkte: das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve zeigte, dass sich die Notenbanker zunehmend auf ein neues Preisrisiko konzentrieren. Demnach könnte ein anhaltender Boom bei Investitionen in künstliche Intelligenz inflationäre Auswirkungen haben.

Diese Einschätzung der Fed-Vertreter unterstreicht, dass die Inflationssorgen trotz der bisherigen Zinserhöhungszyklen nicht vollständig aus dem Blickfeld der Währungshüter verschwunden sind. Für Anleger bedeutet dies, dass die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve gedämpft bleiben könnten.

Insgesamt zeigt der heutige Handelstag, wie empfindlich die Märkte auf geopolitische Eskalationen reagieren. Die Kombination aus steigenden Energiepreisen, höheren Anleiherenditen und neuen Inflationsrisiken durch den KI-Sektor dürfte die Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten in den kommenden Tagen weiter erhöhen.

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