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Trumps China-Reise endet – Unsicherheit an den Märkten bleibt

Nach Trumps Besuch bei Xi Jinping bleiben zentrale Fragen offen – besonders rund um den Iran und den Welthandel.

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Trumps China-Reise endet – Unsicherheit an den Märkten bleibt

US-Präsident Donald Trump hat seine China-Reise mit einem bilateralen Treffen mit Präsident Xi Jinping abgeschlossen – inklusive Tee und einem Arbeitsessen im Zhongnanhai-Garten, direkt neben der Verbotenen Stadt in Peking. Diplomatisch und symbolisch wirkt die Reise wie ein Erfolg. In der Sache bleibt jedoch vieles offen.

Trump erklärte in einem vorab aufgezeichneten Interview mit Fox News, das am Donnerstagabend US-Zeit ausgestrahlt wurde, Xi Jinping sei „geschäftsorientiert und kenne keine Spielchen". Laut Trump habe China zugestimmt, amerikanisches Öl zu kaufen, bei den Iran-Verhandlungen zu helfen und keine Militärausrüstung an Teheran zu liefern. Außerdem wolle der chinesische Staatschef die Straße von Hormus offen und gebührenfrei halten.

Auf Unternehmensebene verkündete Trump, China habe dem Kauf von 200 Boeing-Jets zugestimmt. Das wäre ein bedeutender Auftrag für den US-Flugzeugbauer, der zuletzt mit erheblichen Problemen zu kämpfen hatte. Konkrete Details zu Zeitplan oder Vertragsvolumen nannte Trump jedoch nicht.

Warnungen aus dem US-Kongress

Während Trump in Peking verhandelte, warnten Abgeordnete beider Parteien das Weiße Haus davor, den US-Automobilmarkt als Verhandlungsmasse gegenüber China einzusetzen. Hintergrund ist eine Äußerung Trumps vom Januar, in der er andeutete, chinesische Autohersteller könnten willkommen sein, wenn sie Fahrzeuge in den USA mit amerikanischen Arbeitern bauen würden. Diese Aussagen wurden zwar später relativiert, beunruhigten aber Abgeordnete aus Automobil-Bundesstaaten, Gewerkschaften und Branchenverbände nachhaltig.

„Während die Regierung stets um mehr Investitionen für das industrielle Wiederstarken Amerikas bemüht ist, ist jede Vorstellung, dass wir jemals unsere nationale Sicherheit gefährden würden, haltlos und falsch", sagte Kush Desai, Sprecher des Weißen Hauses, in einer E-Mail. Insider weisen zudem darauf hin, dass sich bereits heute chinesische Bauteile in US-amerikanischen Autos befinden – ein Umstand, der die Debatte zusätzlich verkompliziert.

Turbulenzen in Großbritannien und an den Märkten

Parallel zur China-Reise sorgte die britische Innenpolitik für Unruhe. Der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, rückte einer möglichen Herausforderung von Premierminister Keir Starmer einen Schritt näher. Der ehemalige Minister Josh Simons kündigte seinen Rücktritt als Abgeordneter an, um den Weg für eine Nachwahl freizumachen, die Burnham zurück ins Parlament bringen könnte.

Gesundheitsminister Wes Streeting trat ebenfalls zurück und griff Starmer in seinem Rücktrittsschreiben scharf an. Die Labour-Partei benötige „Visionen", habe stattdessen aber ein „Vakuum", und wo sie „Richtung" brauche, herrsche „Orientierungslosigkeit", so Streeting. Das britische Pfund fiel daraufhin auf ein Einmonatstief.

An den Finanzmärkten kam es zu starken Schwankungen. Der südkoreanische Kospi drehte innerhalb weniger Stunden von einem neuen Rekordhoch über 8.000 Punkten ins Minus und verzeichnete einen Verlust von 6 Prozent. Auch der Rest der asiatischen Märkte lag deutlich im Minus, europäische und US-Futures spiegelten diese Verluste wider.

Cerebras Systems feiert spektakuläres Börsendebüt

Für positive Schlagzeilen sorgte unterdessen der Chiphersteller Cerebras Systems an der Wall Street. Das Unternehmen stieg bei seinem Nasdaq-Debüt um 68 Prozent und schloss bei 311,07 US-Dollar – die Aktien waren zuvor zu 185 US-Dollar ausgegeben worden, deutlich über der ursprünglich erwarteten Preisspanne. Die Marktkapitalisierung von Cerebras Systems beläuft sich damit auf rund 95 Milliarden US-Dollar.

Damit verpasste das Unternehmen nur knapp den Einzug in den exklusiven Kreis von Firmen wie Facebook (heute Meta) und Alibaba, die ihren ersten Handelstag mit einer Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden US-Dollar beendeten. Der Börsengang brachte zwei neue Tech-Milliardäre hervor: CEO Andrew Feldman hält Anteile im Wert von 3,2 Milliarden US-Dollar, Technologiechef Sean Lie solche im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar.

Ebenfalls im Blick der Investoren: Laut Insidern könnte der Börsenprospekt von SpaceX bereits nächste Woche erscheinen – was ein Rekord-Aktienverkauf werden dürfte. Elon Musks Raumfahrtunternehmen gilt als eines der meisterwarteten Börsendebüts der jüngeren Zeit.

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