Trumps Anwälte verweigern BBC Finanzdaten in Milliarden-Klage
Das Anwaltsteam von Donald Trump weigert sich, der BBC Finanzinformationen in einem 10-Milliarden-Dollar-Verleumdungsprozess zu übergeben.

Das Anwaltsteam von US-Präsident Donald Trump hat sich geweigert, der BBC im Rahmen eines laufenden Verleumdungsprozesses Finanzinformationen offenzulegen. Dies berichtete die Financial Times am Freitag unter Berufung auf eingesehene Gerichtsunterlagen. Reuters konnte den Bericht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unmittelbar verifizieren.
Konkret geht es um Finanzdaten, die BBC-Anwälte im Zuge des Verfahrens angefordert hatten. Trumps Rechtsvertreter verweigerten die Herausgabe dieser Unterlagen. Der genaue Inhalt der geforderten Informationen sowie die Begründung der Weigerung gehen aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
Verleumdungsklage über 10 Milliarden Dollar
Bei dem Verfahren handelt es sich um eine Verleumdungsklage Trumps gegen den britischen Rundfunksender BBC in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar. Klagen dieser Größenordnung gegen Medienunternehmen sind in den USA vergleichsweise selten und ziehen regelmäßig großes öffentliches Interesse auf sich. Für deutsche Leser ist der Fall besonders relevant, da die BBC als einer der bekanntesten und renommiertesten öffentlich-rechtlichen Sender weltweit gilt.
Die Verweigerung der Offenlegung von Finanzdaten ist in US-amerikanischen Zivilverfahren ein häufiger Streitpunkt. Im sogenannten „Discovery"-Verfahren – dem vorprozessualen Informationsaustausch zwischen den Parteien – sind beide Seiten grundsätzlich verpflichtet, relevante Unterlagen bereitzustellen. Weigert sich eine Partei, kann dies zu gerichtlichen Auseinandersetzungen über die Offenlegungspflicht führen.
Bedeutung für den weiteren Prozessverlauf
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Zur AktienanalyseDie Weigerung, Finanzinformationen herauszugeben, könnte den weiteren Verlauf des Verfahrens beeinflussen. In US-Zivilprozessen kann ein Gericht bei Verweigerung der Offenlegung entsprechende Sanktionen verhängen oder die Herausgabe anordnen. Wie das zuständige Gericht auf die Weigerung von Trumps Anwaltsteam reagieren wird, ist derzeit nicht bekannt.
Der Fall steht exemplarisch für die zunehmenden rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen prominenten politischen Persönlichkeiten und großen Medienorganisationen in den Vereinigten Staaten. Verleumdungsklagen in Milliardenhöhe gegen Medienunternehmen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und werfen grundlegende Fragen zur Pressefreiheit auf. Die weitere Entwicklung des Verfahrens dürfte sowohl in den USA als auch international aufmerksam verfolgt werden.


