Trump will Ibogain-Erlass noch diese Woche unterzeichnen
US-Präsident Trump plant eine Exekutivverordnung zur Erforschung des Psychedelikums Ibogain – besonders für Veteranen mit PTBS.

US-Präsident Donald Trump plant Berichten zufolge, noch in dieser Woche eine Exekutivverordnung zur psychedelischen Substanz Ibogain zu unterzeichnen. Wie CBS News am Donnerstag berichtete, soll der Erlass die Bereitschaft der Regierung signalisieren, den therapeutischen Nutzen und die Sicherheit von Ibogain wissenschaftlich zu untersuchen. Zwei Quellen bestätigten dem Sender, dass der Schritt innerhalb weniger Tage erfolgen könnte.
Die Verordnung soll laut CBS News ausdrücklich nicht dazu dienen, Ibogain aus der sogenannten Schedule-I-Liste des Controlled Substances Act (CSA) zu streichen – der strengsten Einstufungskategorie für Substanzen ohne anerkannten medizinischen Nutzen in den USA. Stattdessen gehe es darum, „die Tür für Bundesmittel zur weiteren Erforschung seiner Wirksamkeit bei PTBS und traumatischen Hirnverletzungen zu öffnen, insbesondere bei Veteranen". Beamte befinden sich dem Bericht zufolge noch im Prozess der Ausarbeitung der konkreten Bestimmungen.
Was ist Ibogain?
Ibogain ist eine psychoaktive Substanz, die aus der Rinde der westafrikanischen Iboga-Pflanze gewonnen wird. In den USA gilt sie derzeit als Schedule-I-Droge – gleichgestellt mit Substanzen wie Heroin oder LSD – und ist damit auf Bundesebene illegal. Erste Forschungsergebnisse und Erfahrungsberichte deuten jedoch darauf hin, dass Ibogain Menschen helfen kann, die unter posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), traumatischen Hirnverletzungen und Drogensucht leiden. Für viele Veteranen, die nach Kriegseinsätzen mit schweren psychischen Folgeschäden kämpfen, gilt die Substanz als potenziell vielversprechende Behandlungsoption.
Ziel der geplanten Exekutivverordnung sei es laut einer zitierten Quelle festzustellen, ob Ibogain das ist, was als „Schlangenöl" bezeichnet wurde – also ein wirkungsloses Mittel –, oder ob es sich tatsächlich um eine legitime Behandlungsmethode handelt. Diese offene Formulierung zeigt, wie früh sich die wissenschaftliche und politische Debatte in den USA noch befindet.
Bundesstaaten preschen vor
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Zur AktienanalyseWährend die Bundesregierung bislang zurückhaltend agierte, haben Gesetzgeber in mehreren US-Bundesstaaten bereits Gesetze verabschiedet, um klinische Studien zu Ibogain zu unterstützen. Langfristiges Ziel ist es, die Substanz zu einem legalen Medikament mit offizieller Zulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA zu entwickeln. Besonders aktiv ist Texas: Beamte des Bundesstaates gaben kürzlich bekannt, dass Texas mit der Einführung eines eigenen Forschungsprogramms für das Psychedelikum fortfahren wird – nachdem kein geeignetes Unternehmen für eine Zusammenarbeit gefunden werden konnte.
Die geplante Exekutivverordnung Trumps könnte ein wichtiges Signal für die gesamte Psychedelika-Forschung in den USA setzen. Sollte der Bund tatsächlich Mittel für klinische Studien bereitstellen, würde dies die Entwicklung von Ibogain als anerkannte Therapieoption erheblich beschleunigen. Für Investoren und Unternehmen im Bereich der psychedelischen Medizin wäre ein solcher Schritt ein bedeutendes politisches Rückenzeichen – auch wenn eine Neueinstufung der Substanz vorerst nicht geplant ist.


