Trump verteidigt Dollar-Stärke trotz Kursverlusten
US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Dollar-Wert als "großartig", obwohl die Währung auf ein Drei-Jahres-Tief fiel. Der Dollar-Index rutschte nach seinen Äußerungen auf 95,566 Punkte.

US-Präsident Donald Trump hat sich am Dienstag in Iowa zur Stärke des US-Dollars geäußert und diesen als "großartig" bezeichnet. Die Äußerungen kamen vor einer geplanten Wirtschaftsrede, mit der Trump seine ländlichen Unterstützer im Vorfeld wichtiger Kongresswahlen im November mobilisieren will.
Dollar-Index fällt auf Drei-Jahres-Tief
Paradoxerweise beschleunigten sich die Verluste beim Dollar-Index unmittelbar nach Trumps positiven Kommentaren. Der Index erreichte ein Tagestief von 95,566 Punkten – den niedrigsten Stand seit Februar 2022. Auf die Frage eines Reporters, ob der Dollarwert zu stark gefallen sei, antwortete Trump: "Nein, ich denke, er ist großartig, der Wert des Dollars... dem Dollar geht es großartig."
Kritik an China und Japan
Trump nutzte die Gelegenheit, um auf frühere Währungskonflikte mit China und Japan hinzuweisen. "Ich habe mich früher vehement mit ihnen gestritten, weil sie immer abwerten wollten", erklärte der Präsident. Gleichzeitig betonte er, dass er keine weitere Abwertung des Dollars wünsche. Der Dollar solle "einfach sein eigenes Niveau finden", so Trump.
Märkte warten auf Fed-Entscheidung
Devisenhändler beobachten die Situation aufmerksam und achten auf mögliche koordinierte Währungsinterventionen der US-amerikanischen und japanischen Behörden. Zusätzliche Spannung kommt von der anstehenden Zinsentscheidung der Federal Reserve in dieser Woche. Die Märkte erwarten wichtige Signale zur künftigen Geldpolitik, die den Dollar-Kurs maßgeblich beeinflussen könnte.
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Zur AktienanalyseBedeutung für Anleger
Für deutsche Investoren mit Dollar-Anlagen bedeutet die aktuelle Schwäche der US-Währung Währungsverluste bei der Umrechnung in Euro. Gleichzeitig werden US-Aktien und Anleihen für europäische Käufer günstiger. Die weitere Entwicklung hängt stark von der Fed-Politik und möglichen Interventionen der Notenbanken ab.


