Trump verlängert EU-Handelsfrist bis zum 4. Juli 2025
Nach Gespräch mit von der Leyen gewährt Trump der EU mehr Zeit für ein Handelsabkommen – sonst drohen höhere Zölle.

US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union eine neue Frist bis zum 4. Juli gesetzt, um ein Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten zu finalisieren. Dies gab Trump am Donnerstag bekannt, nachdem er zuvor damit gedroht hatte, die Zölle auf Autoimporte aus der EU bereits in dieser Woche anzuheben. Die Verlängerung der Frist kommt nach einem direkten Gespräch zwischen Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Trump machte deutlich, dass die neue Deadline nicht verhandelbar sei. Sollte bis zum Sommer kein Abkommen zustande kommen, werde er die Abgaben auf Waren der Europäischen Union erhöhen. Der 4. Juli – der amerikanische Unabhängigkeitstag – hat dabei auch symbolischen Charakter als selbst gewählte Deadline des US-Präsidenten.
Drohung mit höheren Autozöllen als Druckmittel
Besonders brisant ist die Drohung mit erhöhten Zöllen auf Autoimporte. Die europäische Automobilindustrie, allen voran deutsche Hersteller wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz, ist stark vom US-Exportmarkt abhängig. Höhere Einfuhrzölle würden die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Fahrzeuge auf dem amerikanischen Markt erheblich belasten und könnten Milliardenverluste für die Branche bedeuten.
Das Gespräch zwischen Trump und von der Leyen zeigt, dass auf höchster diplomatischer Ebene verhandelt wird. Die EU-Kommissionspräsidentin ist die zentrale Figur auf europäischer Seite, da die Handelspolitik eine ausschließliche Zuständigkeit der Europäischen Union ist – die Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, verhandeln nicht eigenständig mit Washington.
Hintergrund: Transatlantischer Handelsstreit unter Druck
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Zur AktienanalyseDer transatlantische Handelskonflikt schwelt seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus. Die USA und die EU sind die größten Handelspartner der Welt, und Zollerhöhungen auf beiden Seiten hätten weitreichende Folgen für die globale Wirtschaft. Für Deutschland als exportorientierte Volkswirtschaft sind die Entwicklungen besonders relevant: Die USA gehören zu den wichtigsten Absatzmärkten für deutsche Waren.
Die neue Frist bis zum 4. Juli gibt den Verhandlungsführern auf beiden Seiten nun einige Wochen zusätzliche Zeit. Ob diese ausreicht, um die komplexen Differenzen in einem umfassenden Handelsabkommen zu überbrücken, bleibt abzuwarten. Investoren und Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks werden die Entwicklungen in den kommenden Wochen genau beobachten.
- Trump setzte die neue Frist nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
- Zuvor hatte er gedroht, Zölle auf Autoimporte bereits in dieser Woche zu erhöhen
- Bei Scheitern der Verhandlungen drohen höhere Abgaben auf EU-Waren generell
- Deadline ist der 4. Juli – der amerikanische Unabhängigkeitstag


