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Trump verdiente über eine Milliarde Dollar mit Krypto-Geschäften

Neue Finanzberichte zeigen: US-Präsident Trump erzielte 2024 mehr als 1,16 Milliarden Dollar durch Kryptowährungen und Memecoin-Lizenzgebühren.

Trump verdiente über eine Milliarde Dollar mit Krypto-Geschäften

US-Präsident Donald Trump hat im vergangenen Jahr mehr als 1,16 Milliarden US-Dollar durch Krypto-Verkäufe und Memecoin-Lizenzgebühren eingenommen. Das geht aus seinen gesetzlich vorgeschriebenen Finanzberichten hervor, die das Amt für Regierungsethik (Office of Government Ethics) Anfang dieser Woche veröffentlichte. Neben den Krypto-Einnahmen verzeichnet das Dokument weitere Erlöse aus so unterschiedlichen Quellen wie Golfplätzen, Bibeln und Parfüms.

Die Offenlegungen zeigen zudem Tausende von US-Aktientransaktionen sowie Dutzende von Gebühren im Zusammenhang mit amerikanischen und ausländischen Unternehmen, die Trumps Namen tragen. Für deutsche Anleger und Beobachter ist der Umfang dieser Einnahmen bemerkenswert – insbesondere angesichts der Tatsache, dass Trump während seiner Präsidentschaftskandidatur 2024 aktiv für Kryptowährungen geworben und versprochen hatte, Amerika zur „Bitcoin-Supermacht der Welt" zu machen.

World Liberty Financial als größte Einkommensquelle

Das Herzstück von Trumps Krypto-Einnahmen ist World Liberty Financial – eine Krypto-Gruppe, die 2024 von den Söhnen des Präsidenten, Eric Trump und Donald Trump Jr., sowie den Söhnen des US-Sondergesandten Steve Witkoff gegründet wurde. Sie hat sich zur größten Einkommensquelle des Präsidenten entwickelt.

Konkret flossen 526,8 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von Token von World Liberty Financial in Trumps Kasse. Hinzu kamen offengelegte Einnahmen in Höhe von 635 Millionen US-Dollar an Lizenzgebühren aus einem Lizenzvertrag mit „Celebration Coins". Trump hält darüber hinaus weiterhin 15,75 Milliarden Token von World Liberty Financial, die trotz eines starken Rückgangs im vergangenen Jahr noch etwa 900 Millionen US-Dollar wert sind.

Die Finanzberichte belegen außerdem, dass Trump mehr als 33 Millionen US-Dollar der Erlöse aus World-Liberty-Financial-Verkäufen in Bitcoin und mehr als 150 Millionen US-Dollar über die Ethereum-Blockchain erzielt hat. Diese Zahlen verdeutlichen, wie tief der amtierende US-Präsident persönlich im Krypto-Markt engagiert ist – ein Umstand, der in Washington zunehmend für Diskussionen sorgt.

Trump weist Interessenkonflikt-Vorwürfe zurück

Auf Nachfrage von Reportern erklärte Trump am Mittwoch, dass „große Institutionen" seine Investitionen verwalteten. „Ich spreche nicht mit ihnen", sagte er. Auf die Frage nach möglichen Interessenkonflikten fügte er hinzu: „Ich profitiere, weil der Aktienmarkt steigt, jeder profitiert."

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, wies entsprechende Bedenken zurück: „Weder der Präsident noch seine Familie waren jemals in Interessenkonflikte verwickelt – oder werden es jemals sein." Kritiker hingegen sehen in der Kombination aus politischem Amt und milliardenschweren Krypto-Beteiligungen ein erhebliches Konfliktpotenzial.

USMCA-Handelsabkommen und weitere Wirtschaftsthemen

Neben den Krypto-Offenlegungen sorgt auch die Handelspolitik für Schlagzeilen: US-Handelsvertreter gaben bekannt, dass sie das bedeutende Handelsabkommen von 2020 mit Mexiko und Kanada – das USMCA – nicht verlängern werden. Auch ohne eine formelle Verlängerung bleibt das Abkommen für ein weiteres Jahrzehnt in seiner jetzigen Form bestehen. Die Entscheidung schafft jedoch mehr Unsicherheit für Investoren, da das Abkommen ein Handelsvolumen von mehr als 1,5 Billionen US-Dollar auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent abdeckt.

Eine Umfrage durch Public Opinion Strategies im Auftrag der Handelsgruppe Global Business Alliance zeigt, dass 72 Prozent der befragten Wähler das Abkommen befürworten – darunter zwei Drittel der Republikaner und drei Viertel der Demokraten. Gleichzeitig fordern einflussreiche Gewerkschaften wie die United Auto Workers (UAW) und die United Steelworkers eine Neuverhandlung mit stärkeren Schutzbestimmungen für Arbeitnehmer.

UAW-Präsident Shawn Fain formulierte es deutlich: „Es gibt keinen Weg zurück zum amerikanischen Traum, ohne den Schaden von Nafta und seinem Nachfolger USMCA rückgängig zu machen." Diese Spannungen zwischen Freihandel und Arbeitnehmerschutz dürften die Handelsdebatte in den USA noch lange prägen – mit direkten Auswirkungen auf die globalen Märkte und damit auch auf europäische und deutsche Anleger.

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