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Trump und die Kryptowelt: Ein neuer Kurs

Kandidatenkampf: Harris erkundet Krypto-Strategien und Beziehungen

Trump und die Kryptowelt: Ein neuer Kurs

Donald Trump, der ehemalige US-Präsident und aktuelle Präsidentschaftskandidat der Republikanischen Partei, hat seine frühere Haltung zu Kryptowährungen deutlich geändert. Während seiner ersten Amtszeit hatte Trump Bitcoin und andere digitale Währungen als „Betrug“ bezeichnet. Nun, im Rahmen seines Wahlkampfs, präsentierte er sich auf der Bitcoin-Konferenz „bitcoin 2024“ in Nashville als Verfechter der Kryptowelt. Trump skizzierte eine krypto-freundliche Politik, die er im Falle eines Wahlsiegs umsetzen möchte. Ein zentrales Vorhaben seiner möglichen Regierung ist die Einrichtung eines „präsidentiellen Bitcoin- und Kryptobeirats“, der innerhalb von 100 Tagen transparente regulatorische Leitlinien entwickeln soll.

Dieser Schritt markiert einen klaren Gegensatz zur bisherigen Haltung der Demokratischen Partei, die von Präsident Joe Biden, Finanzministerin Janet Yellen und dem SEC-Chef Gary Gensler geprägt wurde. Biden und seine Administration hatten sich kritisch gegenüber der Kryptowährungsbranche positioniert, während Gensler, der in den letzten Jahren mehrere Kryptofirmen verklagt hat, einen strengen Regulierungsansatz verfolgt. Der Austausch von Gensler wäre allerdings kompliziert, da seine Amtszeit noch zwei Jahre andauert.

Trump hat bereits im Mai seinen Wunsch geäußert, als „Krypto-Präsident“ bekannt zu werden, und dabei als erster prominenter Politiker Wahlkampfspenden in Kryptowährungen akzeptiert. Unterstützer wie Cathie Wood, Elon Musk und die Winklevoss-Zwillinge haben sich zu seinen Befürwortern bekannt. Ein weiteres Versprechen von Trump, das in der Kryptowährungsbranche gut aufgenommen wurde, ist die Begnadigung von Ross Ulbricht, dem Gründer der illegalen Silk-Road-Plattform. Trump kündigte außerdem an, dass seine Regierung den Bitcoin-Abbau in den USA fördern und die Energiepreise senken werde, um diesen energieintensiven Prozess zu unterstützen.

Trump strebt auch die Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve an, ähnlich wie es bereits für Öl und Gold existiert. Die Idee sieht vor, dass die USA eine Million Bitcoin kaufen, was aktuell einem Wert von etwa 68 Milliarden Dollar entspricht. Beobachter spekulieren, dass ein erneuter Präsident Trump der Kryptowährungsbranche zugutekommen könnte, was sich in der Kursentwicklung von Bitcoin und anderen Kryptowerten widerspiegelt.

Im Vergleich dazu hat Kamala Harris, die Vizepräsidentin und demokratische Kandidatin, ihre Verbindungen zum Silicon Valley genutzt und zeigt Interesse an der Kryptowelt. Harris und ihr Team haben Kontakt zu großen Krypto-Unternehmen aufgenommen, darunter Coinbase und Circle. Obwohl Harris kurzzeitig überlegt hatte, auf der Bitcoin-Konferenz in Nashville zu sprechen, entschied sie sich letztlich dagegen. In den kommenden Wochen wird die Rolle der Kryptowährungen im Wahlkampf weiter an Bedeutung gewinnen, da beide Hauptkandidaten versuchen, die wachsende Wählergruppe der Krypto-Anhänger zu erreichen.

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