Trump trotzt Kongress: Streit um Iran-Kriegsvollmacht spitzt sich zu
Die Trump-Regierung ignoriert eine 60-Tage-Frist der War Powers Resolution – und erntet parteiübergreifende Kritik im Kongress.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump steht kurz davor, sich offen dem Kongress beim Thema Iran-Krieg zu widersetzen. Konkret geht es um die sogenannte War Powers Resolution aus dem Jahr 1973 – ein Gesetz, das dem Präsidenten klare Grenzen bei Militäreinsätzen setzt. Auf dem Kapitol wurde erwartet, dass die entscheidende 60-Tage-Frist bereits morgen abläuft.
Nach der War Powers Resolution ist der US-Präsident verpflichtet, den Kongress innerhalb von 48 Stunden über Militäreinsätze zu informieren. Danach müssen die Streitkräfte spätestens 60 Tage später abgezogen werden – es sei denn, der Kongress erklärt offiziell den Krieg oder genehmigt den Einsatz von Gewalt. Dieses Gesetz wurde nach dem Vietnamkrieg verabschiedet, um die Kriegsmacht des Präsidenten zu begrenzen.
Die Begründung der Trump-Regierung für das Überschreiten der Frist sorgt für Skepsis: Die Regierung argumentiert, dass der seit dem 8. April bestehende Waffenstillstand mit dem Iran die 60-Tage-Frist unterbrochen habe. Diese Behauptung stößt auf dem Kapitol sowohl bei Demokraten als auch bei Republikanern auf erhebliche Zweifel – ein seltenes Zeichen parteiübergreifender Kritik an der Regierung.
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Parallel dazu sorgte Meta-CEO Mark Zuckerberg für Schlagzeilen. In einer unternehmensweiten Versammlung nannte er neue Details zu den aggressiven KI-Plänen des Unternehmens und kommentierte die negative Marktreaktion auf die Quartalsergebnisse. Zuckerberg führte den Kursrückgang der Meta-Aktie – Mutterkonzern von Facebook und Instagram – um 8 Prozent auf die Sorgen der Anleger über eine nach oben korrigierte Prognose der Investitionsausgaben sowie einen schwächeren Ausblick für das zweite Quartal zurück.
Zuckerberg kündigte zudem an, dass Meta Teams verkleinern und vermehrt neue Apps entwickeln werde, da Künstliche Intelligenz die Arbeitsabläufe im Unternehmen grundlegend verändere. KI bleibt damit das beherrschende Thema an den Märkten – im April überwog der Enthusiasmus über Unternehmensgewinne und die KI-Revolution die Sorgen über Krieg, Inflation und Zinssätze.
Apple mit starkem iPhone-Wachstum
Starke Zahlen meldete derweil Apple: Der iPhone-Umsatz stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 Prozent auf fast 57 Milliarden US-Dollar. Auch dies unterstreicht den anhaltenden Boom rund um KI-fähige Endgeräte – KI hat Speicherchips zu einem der profitabelsten Produkte der Welt gemacht.
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Zur AktienanalyseAuf politischer Ebene verabschiedete der US-Kongress in einer überparteilichen Maßnahme ein Gesetz zur Finanzierung wichtiger Bundesbehörden. Das Gesetz sichert den Betrieb von Behörden wie der Küstenwache, der FEMA und der TSA. Hintergrund: Die Trump-Regierung hatte gewarnt, dass die Notfallmittel zur Bezahlung der Mitarbeiter in der nächsten Woche ausgehen würden. Ausgefallene Gehaltszahlungen bei der TSA hatten zuvor bereits zu Fehlzeiten und langen Schlangen an Flughafensicherheitskontrollen geführt. Der Gesetzentwurf, den der Senat bereits Anfang des Monats verabschiedet hatte, geht nun zur Unterzeichnung an Präsident Trump.
Ebenfalls bemerkenswert: Trumps Kandidat für ein wichtiges Regierungsamt – ein Verfechter gesunder Ernährung – konnte sich im Senat keine ausreichende Unterstützung für seine Bestätigung sichern. Als Nachfolgerin nominierte Trump Dr. Nicole Saphier, Leiterin der Brustbildgebung am Memorial Sloan Kettering Cancer Center Monmouth und Fox-News-Mitarbeiterin. Saphier hatte die Bemühungen von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. unterstützt, die Ursachen für steigende Autismusraten zu untersuchen, kritisierte jedoch seinen Ansatz im vergangenen Jahr in einem Gastbeitrag im Wall Street Journal.


