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Trump trifft Xi: China zeigt sich selbstbewusst und unnachgiebig

US-Präsident Trump reist erstmals seit 2017 nach Peking – und trifft auf ein deutlich selbstbewussteres China als damals.

Trump trifft Xi: China zeigt sich selbstbewusst und unnachgiebig

US-Präsident Donald Trump trifft in dieser Woche in Peking auf den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping. Es ist Trumps erste Reise nach China seit seinem Staatsbesuch im November 2017. Zwei willensstarke Staatschefs, von denen jeder glaubt, sein Land verfüge über Druckmittel gegenüber dem anderen, werden versuchen, einer spannungsgeladenen Beziehung ein positives öffentliches Gesicht zu verleihen.

Das Treffen war bereits einmal verschoben worden – aufgrund des Iran-Krieges. Allein die Tatsache, dass der Gipfel nun stattfindet, wird von einigen Beobachtern bereits als positives Ergebnis gewertet. Experten erwarten die Ankündigung einiger Handelsabkommen sowie möglicherweise die Einrichtung eines sogenannten „Board of Trade", das den Fluss nicht-sensibler Güter steuern soll.

Darüber hinaus könnten die Staatschefs eine neue Arbeitsgruppe für Künstliche Intelligenz ins Leben rufen oder neue Initiativen zur Förderung des zwischenmenschlichen Austauschs ankündigen. Die Erwartungen an weitergehende Ergebnisse sollten jedoch gedämpft bleiben, so die Einschätzung von Analysten. Bei diesem Gipfel geht es vor allem um das Management des Wettbewerbs – nicht um dessen Beilegung.

Taiwan steht ganz oben auf Xis Agenda

Obwohl die weltweite Aufmerksamkeit auf die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China gerichtet sein wird, hat Peking im Vorfeld des Besuchs unmissverständlich signalisiert, dass die Taiwan-Frage für Xi Priorität hat. Der chinesische Außenminister Wang Yi erklärte gegenüber US-Außenminister Marco Rubio, Taiwan sei „das größte Risiko in den Beziehungen zwischen China und den USA". Zudem machte Wang Yi deutlich, dass „neuer Raum für die Zusammenarbeit zwischen China und den USA" davon abhänge, wie Washington mit diesem Thema umgehe.

Trump und sein Team werden laut Analysten auf eine „Große Mauer" des Selbstbewusstseins stoßen. Das China des Jahres 2025 unterscheidet sich grundlegend von dem Land, das Trump 2017 besuchte. Zwar stehen die Machthaber in Peking vor einer Vielzahl innenpolitischer Herausforderungen – doch in Fragen der internationalen Positionierung zeigt sich China heute deutlich selbstsicherer.

Woher kommt Chinas neues Selbstbewusstsein?

Dieses Selbstvertrauen speist sich aus zwei wesentlichen Faktoren. Erstens glaubt Peking, dass Chinas nationale Stärke – allen voran seine Wirtschaftskraft – inzwischen so groß ist, dass es den USA nicht entgegenkommen muss, ohne eigene Zugeständnisse zu erzwingen. Chinesische Analysten räumen zwar ein, dass China die USA in der sogenannten „umfassenden nationalen Macht" noch nicht eingeholt hat – einem komplexen Satz von Indizes zur Messung nationaler Stärke. Sie betonen jedoch, dass sich die Lücke zwischen beiden Ländern nach ihrer Einschätzung zunehmend schließt.

Zweitens herrscht in Peking die weit verbreitete Überzeugung vor, dass China das einzige Land ist, das der Trump-Administration in den jüngsten, von Washington initiierten Handelskriegen erfolgreich die Stirn geboten hat. Peking reagierte auf US-Zölle mit Vergeltungsmaßnahmen nach dem Tit-for-Tat-Prinzip, bis ein vorübergehender – wenn auch fragiler – Waffenstillstand erreicht wurde. Diese Erfahrung hat das chinesische Selbstbewusstsein in den Verhandlungen mit Washington nachhaltig gestärkt.

Für Trump bedeutet das: Der Gipfel in Peking wird kein einfaches Gespräch. Die Kernthemen Handel, Technologie, der Iran-Krieg und vor allem Taiwan dürften zu harten Auseinandersetzungen führen. Ein einzelnes Treffen wird die vielen tiefgreifenden Probleme, die beide Länder spalten, nicht lösen können.

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