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Trump trifft Rüstungskonzerne zur Steigerung der Waffenproduktion

US-Präsident Trump empfing Munitionshersteller im Weißen Haus, um die Rüstungsproduktion nach dezimierter Bestände zu beschleunigen.

Trump trifft Rüstungskonzerne zur Steigerung der Waffenproduktion

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch im Weißen Haus führende Munitionshersteller empfangen. Hintergrund des Treffens ist der Wunsch seiner Regierung, die Waffenproduktion deutlich auszuweiten, nachdem Militäroperationen im Iran und andere Konflikte die amerikanischen Bestände erheblich dezimiert haben.

Die Vereinigten Staaten haben in den vergangenen Monaten Verbündete mit großen Mengen an Waffen beliefert und gleichzeitig Munition bei eigenen Militäroperationen eingesetzt. Dies hat Besorgnis über die Bestände an wichtigen Luftabwehr- und präzisionsgelenkten Waffen ausgelöst und den Druck auf Rüstungsauftragnehmer erhöht, die Produktion zu steigern.

Zwei über das Treffen informierte Personen berichteten, es habe länger gedauert als erwartet, da jedem Teilnehmer Zeit für eine Stellungnahme eingeräumt wurde. Den Quellen zufolge wies der stellvertretende Verteidigungsminister Steve Feinberg Behauptungen der Industrie über Produktionsfortschritte zeitweise zurück und verwies auf Verzögerungen bei wichtigen Programmen.

Klare Botschaft an die Rüstungsindustrie

Eine Quelle gab an, die ursprüngliche Botschaft an die Führungskräfte habe gelautet: „Sie tun nicht genug." Gegen Ende des Treffens habe sich der Ton jedoch in Richtung Kooperation gewandelt. Regierungsvertreter erklärten demnach, das Ziel sei es, „auf Kriegswirtschaft umzustellen" und gemeinsam an einer Beschleunigung der Produktion zu arbeiten.

Es handelt sich bereits um das zweite Treffen dieser Art im Weißen Haus. An einem ersten Treffen im März hatten die CEOs und Vertreter von BAE Systems, Lockheed Martin, Northrop Grumman, RTX Corp, Boeing, Honeywell Aerospace und L3Harris Technologies sowie Verteidigungsminister Pete Hegseth teilgenommen.

Unterhändler des Pentagons drängen die Auftragnehmer zu einem deutlich höheren Produktionstempo. Im Mittelpunkt dieser Bemühungen stehen vorläufige Produktionsvereinbarungen, die Anfang des Jahres getroffen wurden. Dazu gehört ein Abkommen mit Lockheed Martin zur Verdreifachung der Produktion von Patriot-Abfangraketen sowie zur Vervierfachung des Ausstoßes von THAAD-Abfangraketen, die zum Abschuss ballistischer Raketen eingesetzt werden.

Verträge noch nicht in Stein gemeißelt

Separate Mehrjahresverträge mit RTX zielen darauf ab, die Produktion von Tomahawk-Marschflugkörpern und AMRAAM-Luft-Luft-Raketen zu steigern. Die als „Rahmenvereinbarungen" angekündigten Deals müssen jedoch noch in feste Verträge umgewandelt werden.

Fünf Führungskräfte der Verteidigungsindustrie, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, begrüßten die Vereinbarungen. Sie betonten jedoch, dass der Kongress zunächst Mittel bereitstellen müsse, bevor die Unternehmen stärker in Komponenten und Produktionskapazitäten investieren könnten. Investitionen vor dem Erhalt staatlicher Zahlungen würden den freien Cashflow belasten und könnten die Gewinne im zweiten Halbjahr beeinträchtigen.

Die Regierung hat den Druck auf die Rüstungskonzerne stetig erhöht, der Produktion Vorrang vor Ausschüttungen an die Aktionäre einzuräumen. Trump unterzeichnete bereits im Januar ein Dekret, um Auftragnehmer zu identifizieren, deren Leistungen bei Regierungsaufträgen als unzureichend eingestuft werden, während sie weiterhin Gewinne an die Aktionäre ausschütten.

Milliardenschweres Rüstungspaket im Kongress

GM Defense, die Rüstungssparte des Automobilherstellers General Motors, und Lockheed erklärten zudem, das US-Verteidigungsministerium habe eine Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen vermittelt, da die Nachfrage nach zusätzlichen Produktionskapazitäten steige.

Der Streitkräfteausschuss des Senats hat diesen Monat seine Fassung des National Defense Authorization Act verabschiedet. Das Gesetz sieht Verteidigungsausgaben in Gesamthöhe von 1,15 Billionen US-Dollar vor und beinhaltet eine mehrjährige Beschaffungsermächtigung für verschiedene Arten von Munition und Waffen. Es wird allerdings nicht erwartet, dass der Gesetzentwurf vor dem Herbst in Kraft tritt, wenngleich separate Mittelzuweisungen oder Zusatzfinanzierungen früher erfolgen könnten.

Die Nachfrage nach Luftabwehrsystemen ist in den Vereinigten Staaten und bei ihren Verbündeten angesichts verschärfter geopolitischer Spannungen und des Konflikts im Iran zuletzt sprunghaft angestiegen. Für Anleger im Rüstungssektor bleibt die Frage entscheidend, wann aus den Rahmenvereinbarungen verbindliche, finanzierte Verträge werden.

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