Trump soll Immobilienwerte manipuliert haben
Ex-Präsident weist Verantwortung für Bilanzen zurück

In einer jüngsten Wendung im New Yorker Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump werden dem früheren Staatschef manipulative Immobilienbewertungen zur Last gelegt. Trump verteidigt sich damit, dass die Verantwortung für die Details der Bilanzierung bei den Buchhaltern und Bankern liege und verweist auf die Herausforderungen bei der Bewertung von New Yorker Immobilienpreisen.
Die Anschuldigungen seitens der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James sind schwerwiegend. Es geht um falsche Angaben bezüglich des Immobilienvermögens von Trump, die angeblich genutzt wurden, um finanzielle Vorteile bei Krediten und Versicherungen zu erschleichen. Mit einer Summe von rund 250 Millionen Dollar beziffert die Anklage das Ausmaß des Betrugs. Trump selbst distanziert sich von den konkreten Zahlen und betont seine allgemeine Autorisierung gegenüber seinen Angestellten für die Erstellung der finanziellen Abschlüsse.
Besonders ins Rampenlicht rückt durch den Prozess die Deutsche Bank, Trumps Hauptkreditgeber, die über Jahre rund zwei Milliarden Dollar an Krediten gewährte. Nach den Ereignissen vom 6. Januar 2021 distanzierte sich die Bank von Trump, doch durch den Prozess wird die Beziehung erneut untersucht. Mehrere aktuelle und ehemalige Deutsche Bank-Mitarbeiter sind auf der Zeugenliste.
Während der Staatsanwaltschaft daran gelegen ist, die manipulativen Praktiken aufzudecken, wehrt sich Trumps Anwalt Chris Kise mit der Argumentation, dass es keine Betrugsabsicht gegeben habe, da beide Seiten über die Differenzen im Klaren gewesen seien. Kise präsentierte eine Korrespondenz zwischen der Trump Organization und der Deutschen Bank, die offenlegt, dass die Bank Trumps Vermögen um Milliarden niedriger einschätzte als er selbst, aber dennoch Kredite gewährte.
Trump nutzte zudem sein Erscheinen vor Gericht, um seinen Markenwert zu betonen und die Gerichtsschätzung seines Anwesens Mar-a-Lago als zu niedrig zu kritisieren. Der Prozess dient ihm zusätzlich als Plattform für den politischen Wettstreit, wobei sein Anwalt ihn bereits als „zukünftigen“ US-Präsidenten bezeichnet, eine Anspielung auf aktuelle Umfrageergebnisse.
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Zur AktienanalyseDer Ausgang des Prozesses, der nicht vor einer Jury, sondern direkt vor dem Richter Arthur Engoron verhandelt wird, bleibt abzuwarten. Trump, der sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch über den Richter und die Justiz geäußert hat, sieht sich mit gerichtlichen Sprechverboten und Geldstrafen wegen Verstößen gegen diese konfrontiert. Die juristische Auseinandersetzung umfasst auch die Aussagen seiner Kinder, wobei die Aussage seiner Tochter Ivanka Trump noch aussteht.


