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Trump-Smartphone startet mit Pannen und Kritik

Experten zweifeln an Herkunftsversprechen und Made-in-USA-Kennzeichnung des „T1“

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Trump-Smartphone startet mit Pannen und Kritik

Mit technischen Pannen und harscher Kritik ist der Vorverkaufsstart des neuen Trump-Smartphones „T1“ angelaufen. Nutzer berichten von mehrfachen Abstürzen der Bestellseite, Fehlermeldungen sowie mehrfachen Abbuchungen ihrer Kreditkarten. In sozialen Netzwerken häufen sich Klagen über nicht bestätigte Bestellungen und die fehlende Erreichbarkeit des Kundendienstes. Der Verkaufsstart des Geräts unter dem Namen „Trump Mobile“ wurde von Trumps Söhnen Eric und Donald Jr. mit großem Medienaufwand inszeniert. Präsentiert wurde das Projekt im Trump Tower in New York – exakt zehn Jahre nach der Bekanntgabe der ersten Präsidentschaftsambitionen des Vaters.

Das goldene Smartphone „T1“ kostet 499 Dollar und kann für 100 Dollar vorbestellt werden. Zusätzlich bietet die Trump-Organisation einen 5G-Mobilfunktarif unter dem Namen „Plan 47“ für monatlich 47,45 Dollar an. Ein eigenes Netz betreibt das Unternehmen dabei nicht, sondern mietet Kapazitäten bei den drei großen US-Anbietern Verizon, AT&T und T-Mobile. Das Mobilfunkgerät soll ab August ausgeliefert werden und wird mit dem Versprechen beworben, vollständig in den Vereinigten Staaten entwickelt und hergestellt worden zu sein.

Genau dieses Versprechen wird jedoch von Fachleuten stark bezweifelt. Laut der US-Kartellbehörde FTC darf das Label „Made in USA“ nur dann verwendet werden, wenn ein Produkt vollständig oder nahezu vollständig in den Vereinigten Staaten produziert und zusammengebaut wurde. Ökonomen wie Tinglong Dai von der Johns-Hopkins-Universität verweisen darauf, dass es derzeit praktisch unmöglich sei, sämtliche Bestandteile eines modernen Smartphones – etwa Bildschirm, Speicher oder Akku – in den USA zu fertigen. Komponenten stammen in der Regel aus Asien, etwa aus China, Südkorea oder Taiwan.

Auch in der Politik bleibt die Fertigungsfrage ein Thema. US-Präsident Trump hatte wiederholt Apple dafür kritisiert, iPhones nicht in den Vereinigten Staaten zu produzieren. Die Trump-Regierung fordert seit geraumer Zeit, dass Apple sein wichtigstes Produkt künftig im Inland herstellt. Experten halten das für unrealistisch – allein die Kosten würden explodieren. Apple plant laut aktuellen Unternehmensangaben, den Großteil seiner iPhones für den US-Markt künftig aus Indien zu beziehen.

Trump steht unterdessen auch wegen seiner zahlreichen geschäftlichen Beteiligungen unter Druck. Kritiker sehen in der Verbindung aus politischem Amt und Geschäftsinteressen einen möglichen Interessenkonflikt. Neben Immobilien und einer eigenen Mediengruppe kontrolliert die Familie Trump inzwischen auch eine Krypto-Plattform, die den sogenannten Trump-Coin vertreibt. Die operative Leitung liegt dabei offiziell bei Donald Trump Jr.

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