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Trump-Regierung verklagt: Streit um historischen Golfplatz in Washington

Gemeinnützige Organisation und Anwohner wehren sich gegen geplante Umgestaltung des über 100 Jahre alten East Potomac Golf Course.

Trump-Regierung verklagt: Streit um historischen Golfplatz in Washington

Eine gemeinnützige Organisation und zwei Einwohner von Washington haben am Freitag Klage gegen die Trump-Regierung eingereicht. Ziel ist es, die geplante Umgestaltung des East Potomac Golf Course zu verhindern, der seit über einem Jahrhundert als öffentlicher Golfplatz dient. Die Klage wurde beim US-Bezirksgericht für den District of Columbia eingereicht.

Seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 hat Präsident Donald Trump verschiedene US-amerikanische Kultur- und Geschichtsinstitutionen ins Visier genommen – von Museen und Denkmälern bis hin zu Nationalparks. Ende 2024 kündigte seine Regierung einen Pachtvertrag mit dem National Links Trust (NLT) über die Verwaltung von drei öffentlichen Golfplätzen in Washington D.C., was ihm eine neue Möglichkeit bot, das Stadtleben nach seinen Vorstellungen zu gestalten.

Das US-Innenministerium kündigte den 50-jährigen Pachtvertrag, den der NLT im Jahr 2020 für den Betrieb der Golfplätze erhalten hatte. Die Behörde wirft der Organisation vor, erforderliche Investitionen in die Grundstücke nicht getätigt und die Pacht nicht gezahlt zu haben. Der NLT weist diese Vorwürfe zurück und erklärt, das Innenministerium habe nur unzureichende Informationen zu dieser Angelegenheit bereitgestellt.

Verstoß gegen historisches Kongressgesetz

In der Klage wird argumentiert, dass die geplante Umgestaltung des East Potomac Park gegen ein Kongressgesetz aus dem Jahr 1897 verstößt. Dieses Gesetz legt fest, dass das Gelände "auf ewig als Park zur Erholung und zum Vergnügen der Bevölkerung erhalten und genutzt werden" soll. Zu den Klägern gehören die DC Preservation League sowie die Washingtoner Bürger Dave Roberts und Alex Dickson.

Das US-Innenministerium erklärte gegenüber lokalen Medien, es kommentiere laufende Gerichtsverfahren nicht. Die Behörde fügte jedoch hinzu, sie werde "sicherstellen, dass diese Plätze sicher, schön, offen, erschwinglich, angenehm und für Besucher von Washington zugänglich sind". Als Beklagte werden das Innenministerium und der ihm unterstellte National Park Service genannt.

Umweltrechtliche Bedenken

Die Kläger behaupten, dass das Vorgehen der Trump-Regierung gegen Umweltgesetze verstoße und einen Park verunreinigen würde, der im National Register of Historic Places eingetragen ist. Der East Potomac Golf Course ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Bevölkerung, sondern auch ein wichtiges historisches Kulturgut der amerikanischen Hauptstadt.

Der Fall zeigt exemplarisch die Spannungen zwischen der Trump-Regierung und Naturschutzorganisationen. Während die Regierung von notwendigen Modernisierungen und verbessertem Management spricht, befürchten Kritiker den Verlust öffentlich zugänglicher Erholungsflächen und historischer Stätten.

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