ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Trump plant Steuerreform: Abschreibungen für Eigenheime

US-Präsident Donald Trump erwägt eine weitreichende Steuerreform, die Immobilienabschreibungen auch für selbstgenutzte Wohnimmobilien ermöglichen soll. Die Umsetzung und politische Durchsetzbarkeit bleiben jedoch fraglich.

Trump plant Steuerreform: Abschreibungen für Eigenheime

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch einen überraschenden Vorstoß zur Steuerentlastung für Eigenheimbesitzer angekündigt. Der Vorschlag sieht vor, Immobilienabschreibungen künftig auch für selbstgenutzte Wohnimmobilien zuzulassen – ein Steuervorteil, der bislang nur Unternehmen und Vermietern vorbehalten ist.

Aktuelles Steuerrecht in den USA

Nach geltendem US-Steuerrecht können Eigentümer von Gewerbeimmobilien oder vermieteten Objekten ihre Anschaffungskosten über einen festgelegten Zeitraum steuerlich geltend machen. Diese sogenannten Abschreibungen basieren auf dem Kaufpreis zuzüglich wertsteigernder Investitionen. Für selbstgenutzte Hauptwohnsitze ist dies bisher nur bei teilweiser geschäftlicher Nutzung möglich.

Die jährliche Steuererleichterung hängt von der angewandten Rechnungslegungsmethode ab, die festlegt, über wie viele Jahre die Abschreibung erfolgt. Bei einem späteren gewinnbringenden Verkauf fordert die US-Steuerbehörde IRS allerdings einen Teil der geltend gemachten Abschreibungen zurück – ein Vorgang, der als "Depreciation Recapture" bezeichnet wird.

Politische Hürden im Kongress

Wie genau Trumps Vorschlag umgesetzt werden könnte, bleibt unklar. Angesichts anderer legislativer Prioritäten ist fraglich, ob die notwendige Unterstützung im Kongress gefunden werden kann. Die Republikaner müssen in diesem Zwischenwahljahr ihre knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigen.

Teil einer breiteren Wohnraum-Offensive

Der Vorstoß reiht sich in weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnraum-Erschwinglichkeit ein. Erst am Dienstag hatte Trump eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, die großen institutionellen Investoren den Kauf von Einfamilienhäusern untersagen soll. Die Lebenshaltungskosten sind zu einem zentralen Thema für beide Parteien geworden, da viele Amerikaner Schwierigkeiten haben, die Kosten für Wohnraum, Gesundheitsversorgung und Lebensmittel zu decken.

Bedeutung für deutsche Anleger

Für Investoren in US-Immobilienaktien und REITs könnte eine solche Steuerreform weitreichende Folgen haben. Eine Ausweitung der Abschreibungsmöglichkeiten würde die Nachfrage nach Wohneigentum ankurbeln und könnte den Immobilienmarkt zusätzlich befeuern. Gleichzeitig würden die Steuerausfälle den US-Haushalt belasten, was mittelfristig Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben könnte.

TrumpSteuerreformImmobilienabschreibungenEigenheimeUs-Steuerpolitik

Disclaimer