Trump plant Pflicht für Banken zur Erfassung der Staatsangehörigkeit
Die US-Regierung prüft eine Durchführungsverordnung, die Finanzinstitute zur Erhebung von Kundendaten verpflichten würde.

Washington, 24. Februar – Die Trump-Regierung erwägt offenbar weitreichende neue Vorschriften für den amerikanischen Bankensektor. Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom Dienstag könnte eine Durchführungsverordnung oder eine vergleichbare Maßnahme Banken dazu verpflichten, systematisch Informationen über die Staatsangehörigkeit ihrer Kunden zu erfassen. Als Quellen nennt die Zeitung mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Reuters konnte den WSJ-Bericht zunächst nicht unabhängig verifizieren. Die genaue Form der geplanten Maßnahme – ob Präsidentenerlass oder anderweitige Regulierung – ist laut dem Bericht noch nicht abschließend festgelegt.
Mögliche Folgen für den Finanzsektor
Sollte die Maßnahme tatsächlich umgesetzt werden, hätte sie erhebliche Auswirkungen auf US-amerikanische Banken und deren Compliance-Strukturen. Finanzinstitute müssten ihre Kundendatensysteme anpassen und zusätzliche Informationen bei der Kontoeröffnung oder im laufenden Betrieb erheben. Dies würde den administrativen Aufwand für Banken deutlich erhöhen.
Für internationale Kunden und Personen mit mehrfacher Staatsangehörigkeit könnten sich neue Hürden beim Zugang zu Bankdienstleistungen ergeben. Datenschützer und Bürgerrechtsorganisationen dürften solche Pläne kritisch beäugen. Auch die Frage, wie die erhobenen Daten genutzt werden dürfen, bleibt offen.
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Zur AktienanalyseDer Vorstoß reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen der Trump-Regierung ein, die auf eine stärkere Kontrolle von Einwanderung und Aufenthaltsstatus abzielen. Banken in den USA unterliegen bereits strengen Vorschriften zur Kundenidentifikation im Rahmen der Anti-Geldwäsche-Gesetze (AML) und des sogenannten Know-Your-Customer-Prinzips (KYC). Die Staatsangehörigkeit gehört bislang jedoch nicht zwingend zu den standardmäßig erhobenen Pflichtangaben.


