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Trump ordnet Pentagon an: Kohle-Käufe sollen US-Branche wiederbeleben

Verteidigungsministerium soll Kohlestrom für Militär kaufen. 175 Millionen Dollar für Kraftwerks-Modernisierung geplant.

Trump ordnet Pentagon an: Kohle-Käufe sollen US-Branche wiederbeleben

US-Präsident Donald Trump will das Pentagon anweisen, staatliche Mittel und Verträge des Verteidigungsministeriums zu nutzen, um amerikanische Kohlekraftwerke zu stützen. Dies berichtete Bloomberg News unter Berufung auf einen Beamten des Weißen Hauses. Die Maßnahme soll am Mittwoch per Exekutivverordnung erfolgen.

Demnach wird Trump Verteidigungsminister Pete Hegseth anweisen, Vereinbarungen über den Kauf von Strom aus Kohlekraftwerken für militärische Operationen zu treffen. Parallel dazu plant das Energieministerium, 175 Millionen Dollar für Modernisierungen in sechs Kohlekraftwerken bereitzustellen. Die betroffenen Anlagen befinden sich in Kentucky, North Carolina, Ohio, Virginia und West Virginia.

Das Weiße Haus kündigte für Mittwoch eine Veranstaltung zur Förderung kohlebasierter Energiequellen an. Führungskräfte aus der Kohleindustrie, Bergleute und Branchenvertreter werden Trump bei den Ankündigungen begleiten. Reuters konnte den Bloomberg-Bericht zunächst nicht unabhängig verifizieren. Weder das Weiße Haus noch das Pentagon reagierten außerhalb der Geschäftszeiten auf Anfragen.

Fortsetzung der Pro-Kohle-Politik

Die geplante Anordnung reiht sich in Trumps bisherige energiepolitische Linie ein. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Präsident Exekutivverordnungen zur Steigerung der Kohleförderung unterzeichnet. Diese Maßnahmen stehen im direkten Gegensatz zu weltweiten Bemühungen, CO2-Emissionen zu senken und den Klimawandel zu bekämpfen.

Für die deutsche Energiewirtschaft und Investoren ist die Entwicklung von Bedeutung, da sie einen klaren Trend gegen erneuerbare Energien signalisiert. Während Europa und Deutschland massiv in grüne Technologien investieren, setzt die US-Regierung verstärkt auf fossile Brennstoffe. Dies könnte langfristig Auswirkungen auf internationale Klimaabkommen und Handelsbeziehungen haben.

Die Kohleindustrie in den USA kämpft seit Jahren mit wirtschaftlichen Herausforderungen. Günstigeres Erdgas und der Ausbau erneuerbarer Energien haben viele Kraftwerke unrentabel gemacht. Mit der staatlichen Unterstützung durch das Pentagon hofft die Branche nun auf eine Wiederbelebung, auch wenn Experten die langfristige Wirtschaftlichkeit bezweifeln.

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