Trump ordnet Beirat für Digitalwährungen an
Bitcoin-Kurs steigt – Analyse einer möglichen US-Krypto-Reserve

Donald Trump hat per Dekret die Einrichtung eines Beirats für Digitalwährungen angeordnet. Drei Tage nach seiner Amtseinführung als US-Präsident wurde diese Maßnahme am Donnerstagabend der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel der neu geschaffenen Arbeitsgruppe ist es, die Machbarkeit einer nationalen digitalen Währungsreserve zu prüfen. Dabei soll nicht ausschließlich Bitcoin betrachtet werden, sondern auch weitere digitale Vermögenswerte, die als Altcoins bekannt sind. Die Analyse der potenziellen Vorteile einer staatlichen Kryptowährungsreserve steht im Zentrum der Untersuchungen.
Die Reaktionen aus der Kryptowährungsbranche fielen gemischt aus. Einige Unterstützer Trumps hatten mit einer sofortigen Einführung einer solchen Reserve gerechnet und zeigten sich nun enttäuscht. Dennoch konnte die Nachricht den Bitcoin-Kurs beflügeln. Am Donnerstagmorgen stieg der Preis der bekanntesten Kryptowährung über die Marke von 105.000 Dollar und erreichte laut dem Analysehaus Coinmarketcap einen Wert von 105.100 Dollar. Dies markiert eine erneute Erholung nach leichten Kursschwankungen der vergangenen Tage.
Bereits am 20. Januar, dem Tag der Amtseinführung Trumps, hatte Bitcoin ein neues Allzeithoch erreicht. Der Kurs stieg kurzfristig auf über 109.000 Dollar. Im Wahlkampf hatte Trump eine lockerere Regulierung für Kryptowährungen in Aussicht gestellt, was die Nachfrage nach Bitcoin steigerte. Experten gehen davon aus, dass die neue US-Administration eine insgesamt kryptofreundliche Politik verfolgen wird. Die Börse Stuttgart rechnet mit einer weiterhin hohen Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten. Zudem hatte Trump vor seiner Amtseinführung angedeutet, eine strategische Bitcoin-Reserve in Betracht zu ziehen.
Parallel zu den Entwicklungen um Bitcoin äußerte sich der designierte US-Finanzminister Scott Bessent während einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des Senats zur Unabhängigkeit der Federal Reserve. Er betonte, dass die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank frei von politischem Einfluss bleiben müssten. Dies ist bemerkenswert, da Trump die Zinspolitik der Fed wiederholt kritisiert hatte. Zudem sprach sich Bessent gegen die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) aus und verwies auf die Stabilität des US-Dollars als globale Reservewährung.
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Zur AktienanalyseDer Bitcoin-Kurs hatte bereits Anfang Dezember 2024 die Marke von 100.000 Dollar überschritten. Auslöser war Trumps Wahlsieg im November. Marktanalysten erwarten, dass die Kryptowährung weiterhin stark von politischen Entscheidungen und wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst wird. Ein weiteres bedeutendes Ereignis für den Kryptomarkt könnte das nächste Bitcoin-Halving im Jahr 2028 sein.

