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Trump nominiert Warsh als Fed-Chef: Silber bricht dramatisch ein

Edelmetalle unter Druck nach Personalentscheidung – Silber verzeichnet zweitschlechtesten Handelstag der Geschichte

Trump nominiert Warsh als Fed-Chef: Silber bricht dramatisch ein

Präsident Donald Trump hat Kevin Warsh zum neuen Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve nominiert. Die Entscheidung fiel auf den ehemaligen Fed-Beamten, der sich in der Vergangenheit der Kritik des Präsidenten an der Zentralbank angeschlossen hatte. Warsh gilt unter Marktteilnehmern als vergleichsweise sichere Wahl, da er sowohl Erfahrung bei der Fed mitbringt als auch als Inflationsfalke bekannt ist.

Die Nominierung könnte Warsh widerstandsfähiger gegenüber möglichen Forderungen der Regierung nach drastischen Zinssenkungen machen. Trump erklärte, Warsh habe sich in seinem Bewerbungsgespräch nicht zu Zinssenkungen verpflichtet, fügte jedoch hinzu, dass er "Zinssenkungen sicherlich wünsche". Die Ankündigung stärkte unmittelbar den US-Dollar und setzte die Edelmetallmärkte massiv unter Druck.

Historischer Crash bei Silber

Der Silberpreis brach am Freitag um dramatische 31 Prozent ein – der zweitschlechteste Handelstag in der Geschichte des Edelmetalls. Gold stürzte ebenfalls ab und verlor 11 Prozent. Beide Edelmetalle verzeichneten damit ihre größten Tagesverluste seit 1980. Besonders bemerkenswert ist der Absturz bei Silber, da das Metall zuvor einen kometenhaften Anstieg erlebt hatte.

Im Oktober hatte Silber ein 45 Jahre altes Rekordhoch durchbrochen und sich von diesem Niveau aus mehr als verdoppelt. Bereits Anfang Mai hatte Aaron Back, Redakteur beim Wall Street Journal, zum Verkauf von Silber geraten – eine Empfehlung, die sich nun als hellsichtig erwies.

US-Börsen geben nach

Auch die wichtigsten US-Aktienindizes schlossen im Minus. Der Nasdaq Composite sank um 0,9 Prozent, während der S&P 500 und der Dow Jones jeweils um 0,4 Prozent fielen. Die Renditen längerfristiger Staatsanleihen stiegen leicht an, was auf gestiegene Inflationserwartungen hindeutet.

Apple-Aktien legten trotz überragender iPhone-Verkaufszahlen und eines starken Quartalsgewinns nur bescheidene 0,5 Prozent zu. Investoren zeigten sich besorgt über steigende Produktionskosten, insbesondere für Speicherkomponenten. Dies dämpfte die Euphorie über die positiven Geschäftszahlen des Tech-Konzerns.

Die Märkte werden in den kommenden Wochen genau beobachten, wie sich Warsh als designierter Fed-Chef positioniert und welche geldpolitischen Signale er aussendet.

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