Trump nimmt kleinere CEO-Delegation zum Gipfel nach Peking
Nur rund ein Dutzend US-Konzernchefs sollen Trump Mitte Mai nach China begleiten – deutlich weniger als beim Besuch 2017.

Das Weiße Haus hat eine verkleinerte Delegation amerikanischer Spitzenmanager eingeladen, Präsident Donald Trump bei seinem bevorstehenden China-Besuch zu begleiten. Fünf mit den Vorbereitungen vertraute Quellen berichteten Reuters, dass interne Meinungsverschiedenheiten innerhalb der US-Regierung über die Wirtschaftspolitik gegenüber China sowie begrenzte Erwartungen an den Gipfel die Planung erschwert haben.
Konkret erwogen das Weiße Haus und das Finanzministerium, Vertreter von etwa einem Dutzend US-Unternehmen einzuladen – so drei der fünf Quellen. Die Reise ist für den 14. und 15. Mai geplant. Laut einem Bericht des Mediums Semafor sollen unter anderem die CEOs von Nvidia, Apple, Qualcomm, Citigroup und Boeing auf der Einladungsliste stehen, wobei Reuters die vollständige Liste nicht unabhängig bestätigen konnte.
Deutlicher Kontrast zum Besuch von 2017
Der Vergleich mit Trumps erstem China-Besuch als Präsident im Jahr 2017 ist auffällig: Damals reiste er mit einer Delegation von 29 hochrangigen Führungskräften nach Peking. Die nun geplante Gruppe fällt damit erheblich kleiner aus – ein Signal, das Beobachter als Ausdruck der angespannten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und China werten könnten.
Hinzu kommt, dass die Einladungen ungewöhnlich kurzfristig verschickt wurden. Dies sei laut den Quellen teilweise auf Unstimmigkeiten innerhalb der Regierung zurückzuführen – sowohl über die Größe der CEO-Delegation als auch über die Auswahl der teilnehmenden Unternehmen.
Staatsbankett mit Xi Jinping geplant
Zwei der Quellen berichteten zudem, dass die eingeladenen CEOs an einem Staatsbankett teilnehmen sollen, das vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu Ehren Trumps ausgerichtet wird. Ein solches Format unterstreicht den diplomatischen Charakter des Besuchs, auch wenn die inhaltlichen Erwartungen an den Gipfel offenbar gedämpft sind.
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Zur AktienanalyseDie Zusammensetzung der Delegation spiegelt die Komplexität der aktuellen US-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen wider. Unternehmen wie Apple, Nvidia und Boeing sind stark in den chinesischen Markt eingebunden und stehen gleichzeitig im Zentrum der handelspolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking. Ihre mögliche Teilnahme am Gipfel verdeutlicht das Interesse der amerikanischen Wirtschaft an einer Stabilisierung der bilateralen Beziehungen.
Für deutsche Anleger und Unternehmen sind die Entwicklungen im sino-amerikanischen Verhältnis von erheblicher Bedeutung. Die deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen sowie globale Lieferketten reagieren sensibel auf Signale aus Washington und Peking. Der Ausgang des Gipfels vom 14. und 15. Mai dürfte daher auch an den europäischen Märkten aufmerksam verfolgt werden.


