Trump mäßigt Tonlage zu Minnesota – Bessent warnt vor Shutdown
Finanzminister äußert sich zur Deeskalation nach tödlichen Schüssen und drohender Haushaltssperre am Samstag.

US-Finanzminister Scott Bessent hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass Präsident Donald Trump seine Rhetorik zu den Ereignissen in Minnesota deutlich abgemildert hat. Zugleich warnte Bessent vor einer drohenden teilweisen Haushaltssperre, die bereits am Samstag um 12:01 Uhr Ortszeit beginnen könnte. Im Interview mit CNBCs "Squawk on the Street" betonte der Finanzminister, Trump "dränge" den Kongress aktiv zu einer Einigung.
Die Spannungen entstanden nach zwei tödlichen Schüssen von Bundesagenten in Minneapolis. Die Krankenschwester Alex Pretti wurde am vergangenen Samstag getötet, nur wenige Wochen nachdem bereits die US-Bürgerin Renee Nicole Good bei einem ähnlichen Vorfall ums Leben kam. Die Trump-Administration hatte zunächst die Handlungen ihrer Beamten vehement verteidigt und den getöteten Bürgerinnen Inlandsterrorismus vorgeworfen.
Der öffentliche Druck auf die Regierung wuchs jedoch schnell. Neue Umfragen zeigten einen rapiden Rückgang von Trumps Zustimmungsraten zur Einwanderungspolitik. Am Dienstag kündigte Trump schließlich an: "Wir werden in Minnesota ein wenig deeskalieren." Bessent erklärte gegenüber CNBC, der Präsident habe "die Temperatur gesenkt" und stehe "in ständigem Kontakt" mit den Gesetzgebern.
Demokraten blockieren Haushaltspaket
Das Repräsentantenhaus hatte vergangene Woche ein Ausgabenpaket in Höhe von über 1,2 Billionen Dollar verabschiedet. Darin enthalten sind auch Mittel für das Ministerium für Innere Sicherheit (DHS), das für die föderale Einwanderungsdurchsetzung zuständig ist. Das Paket deckt den Großteil der Staatsausgaben für das am 30. September endende Fiskaljahr ab.
Im Senat benötigt das Paket jedoch die Unterstützung der Demokraten, um die 60-Stimmen-Filibuster-Schwelle zu überwinden. Der Widerstand der Demokraten nahm nach der Tötung Prettis rapide zu. Die Senatsdemokraten kündigten an, gegen das Paket zu stimmen, solange der DHS-Anteil nicht gestrichen wird – ein Schritt, den die Republikaner ablehnen.
Minderheitsführer Chuck Schumer deutete an, dass die Deeskalation in Minnesota für die Demokraten nicht ausreiche, um ihre Blockadehaltung aufzugeben. Sollte der Senat Änderungen vornehmen, müsste das Repräsentantenhaus aus der Sitzungspause zurückkehren – mit wenig verbleibender Zeit vor der drohenden Haushaltssperre.
Wirtschaftliche Folgen befürchtet
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Zur AktienanalyseFinanzminister Bessent weigerte sich, eine Prognose abzugeben, ob die Haushaltssperre abgewendet werden kann. Er warnte jedoch eindringlich vor zusätzlichem wirtschaftlichen Schaden. Es wäre bereits der zweite Regierungsstillstand innerhalb von weniger als vier Monaten – ein Szenario, das die Finanzmärkte belasten könnte.
Die Situation bleibt angespannt. Während Trump seinen Ton mäßigt, zeigen sich sowohl Demokraten als auch einige Republikaner empört über die ursprüngliche harte Reaktion der Administration. Die nächsten Tage werden entscheidend sein, ob eine Einigung im Kongress noch rechtzeitig gelingt.


