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Trump lehnt Fords Zollbefreiung für Aluminium ab – WSJ

Das Weiße Haus verweigert Ford und anderen US-Autoherstellern Ausnahmen von Aluminiumzöllen trotz gravierender Lieferengpässe.

Trump lehnt Fords Zollbefreiung für Aluminium ab – WSJ

Die Trump-Regierung hat Anträge von Ford Motor Company und anderen US-Automobilherstellern auf Befreiung von Zöllen für Aluminiumimporte bislang abgelehnt. Das berichtete das Wall Street Journal am Dienstag. Die Hersteller hatten die Ausnahmeregelungen beantragt, nachdem Brände in einem wichtigen US-Aluminiumwerk zu erheblichen Lieferengpässen geführt hatten.

Besonders hart trifft der Aluminiummangel Ford, da der meistverkaufte Pickup-Truck des Unternehmens, der F-150, eine Karosserie aus Aluminium besitzt. Der F-150 gilt als eines der umsatzstärksten Fahrzeuge in den USA und ist damit ein zentrales Standbein des Geschäftsmodells von Ford.

Brände legen größten US-Aluminiumlieferanten lahm

Auslöser der Krise sind zwei Brände im Aluminium-Walzwerk von Novelis im US-amerikanischen Oswego im Jahr 2025. Die Unfälle brachten die Produktion beim größten US-Aluminiumlieferanten zum Erliegen – und das bis mindestens Juni 2026. Damit fällt eine entscheidende Versorgungsquelle für die heimische Automobilindustrie für einen langen Zeitraum aus.

Ford hatte die Trump-Regierung in den vergangenen Wochen aktiv um Unterstützung gebeten. Der Automobilhersteller forderte eine Befreiung von den geltenden Aluminiumzöllen – zumindest so lange, bis das betroffene US-Werk seinen Betrieb wieder aufnehmen kann. Eine solche temporäre Ausnahmeregelung hätte Ford ermöglicht, Aluminium ohne zusätzliche Zollbelastung aus dem Ausland zu importieren und so die Produktionslücke zu schließen.

Weißes Haus bleibt bislang hart

Das Weiße Haus hat den Forderungen bisher jedoch nicht nachgegeben. Laut WSJ dauern die Gespräche zwischen der Automobilindustrie und der Regierung noch an, ein Ergebnis steht damit weiterhin aus. Die Haltung der Trump-Administration steht im Einklang mit ihrer generellen Zollpolitik, die auf den Schutz heimischer Industrien und die Förderung inländischer Produktion ausgerichtet ist.

Die Situation verdeutlicht das Spannungsfeld, in dem sich US-Unternehmen derzeit befinden: Einerseits sollen Zölle die amerikanische Produktion stärken, andererseits können unvorhergesehene Ereignisse wie Industriebrände dazu führen, dass heimische Kapazitäten schlicht nicht ausreichen. Ford sitzt dabei zwischen zwei Stühlen – getroffen von einem Produktionsausfall im Inland und gleichzeitig durch Zölle an der flexiblen Beschaffung aus dem Ausland gehindert.

Für Anleger bleibt die Entwicklung rund um die Ford-Aktie (NYSE: F) damit ein wichtiger Beobachtungspunkt. Sollte das Weiße Haus weiterhin keine Ausnahmen gewähren, könnte dies die Produktionskapazitäten und damit die Ergebnisse von Ford spürbar belasten – insbesondere beim margenstarken F-150.

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