Trump läutet Börsenglocke im Weißen Haus für neue Kinderkonten
US-Präsident Trump eröffnete die Börse erstmals aus dem Oval Office – mit CEOs und Milliardenzusagen für neue Sparkonten.

US-Präsident Donald Trump hat am Montagmorgen in einer historisch einmaligen Zeremonie die Eröffnungsglocke der Börse direkt aus dem Oval Office des Weißen Hauses geläutet. Die gemeinsame Veranstaltung mit der New York Stock Exchange (NYSE) und der Nasdaq war bislang ohne Präzedenzfall und zog zahlreiche hochrangige Unternehmenschefs sowie Regierungsvertreter an.
Anlass der außergewöhnlichen Zeremonie war die Einführung der sogenannten „Trump Accounts" – neuer steuerbegünstigter Anlagekonten, die die US-Regierung für Kinder in den Vereinigten Staaten aufgelegt hat. Das Programm richtet sich an alle Kinder im Alter von 18 Jahren oder jünger und soll langfristigen Vermögensaufbau von Kindesbeinen an fördern.
Milliardenzusagen und prominente Unterstützer
Zu den prominentesten Gästen zählte Dell-Gründer Michael Dell, der gemeinsam mit seiner Frau Susan Dell eine Spendenzusage von mehr als 6 Milliarden US-Dollar für das Programm ankündigte. Diese Summe unterstreicht das enorme private Interesse an dem neuen Anlagemodell.
Ebenfalls anwesend war Brad Gerstner, Chef von Altimeter Capital und Gründer der gemeinnützigen Stiftung Invest America, die sich bereits im Vorfeld für die Einführung solcher Konten starkgemacht hatte. Weitere Teilnehmer waren Jeffrey Sprecher, CEO der Intercontinental Exchange, sowie Vlad Tenev, CEO der Handelsplattform Robinhood, der noch vor der Eröffnungsglocke im Weißen Haus eintraf. Tenev bezeichnete die neuen Konten als potenziell „lebensverändernd".
Auf politischer Seite waren unter anderem Senator Ted Cruz (Republikaner, Texas), US-Finanzminister Scott Bessent, SEC-Chef Paul Atkins sowie NYSE-Präsidentin Lynn Martin zugegen. Die breite Unterstützung aus Wirtschaft und Politik verdeutlicht den symbolischen Stellenwert, den die Regierung Trump dem Programm beimisst.
So funktionieren die Trump Accounts
Die Trump Accounts stehen allen Kindern in den USA bis zum Alter von 18 Jahren offen. Als besonderer Anreiz sieht ein Pilotprogramm vor, dass das US-Finanzministerium für alle Babys, die zwischen 2025 und 2028 geboren werden, einen einmaligen Startbeitrag von 1.000 US-Dollar einzahlt. Damit soll frühzeitig eine Grundlage für den späteren Vermögensaufbau gelegt werden.
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Zur AktienanalyseDas Konzept erinnert an ähnliche Modelle in anderen Ländern, etwa britische „Child Trust Funds" oder deutsche Bildungssparmodelle, geht jedoch mit der direkten staatlichen Anschubfinanzierung einen Schritt weiter. Für deutsche Anleger und Beobachter ist das Programm ein interessantes Beispiel dafür, wie staatlich geförderte Investitionsanreize für die jüngste Generation gestaltet werden können.
Die Zeremonie im Weißen Haus markiert einen ungewöhnlichen Schnittpunkt zwischen politischer Inszenierung und Kapitalmarkt. Dass ein amtierender US-Präsident die Börsenglocke aus dem Oval Office läutet, hat es in dieser Form bislang nicht gegeben und dürfte als symbolisches Signal für die enge Verbindung der Trump-Administration mit der Finanzwelt gewertet werden.


