Trump kaufte im März Anleihen im Wert von mindestens 51 Millionen Dollar
Offenlegungsberichte zeigen: US-Präsident Donald Trump tätigte im März 175 Finanztransaktionen über mehrere Anlageklassen hinweg.

US-Präsident Donald Trump hat im März Anleihen im Wert von mindestens 51 Millionen US-Dollar erworben. Dies geht aus Offenlegungsberichten hervor, die am Samstag veröffentlicht wurden. Die Unterlagen stammen von der US-Behörde für Regierungsethik (Office of Government Ethics) und dokumentieren insgesamt 175 Finanztransaktionen des Präsidenten im vergangenen Monat.
Die Formulare geben dabei keine exakten Werte für einzelne Käufe oder Verkäufe an, sondern lediglich Wertspannen. Der kombinierte Maximalwert von Trumps Anleihekäufen über alle Anlageklassen hinweg beläuft sich laut den Unterlagen auf etwa 161 Millionen US-Dollar – eine erhebliche Bandbreite, die die Unschärfe der Offenlegungspflichten verdeutlicht.
Kommunalanleihen dominieren das Portfolio
Bei den meisten der offengelegten Vermögenswerte handelte es sich um sogenannte Municipal Bonds – also Kommunalanleihen. Diese werden von US-Bundesstaaten, Landkreisen, Schulbezirken und anderen Einrichtungen mit Verbindungen zu Regierungsbehörden oder öffentlich-privaten Partnerschaften ausgegeben. Für amerikanische Anleger sind Municipal Bonds besonders attraktiv, da ihre Zinserträge häufig von der Bundessteuer befreit sind.
Die 26 größten Einzeltransaktionen Trumps lagen jeweils im Bereich von einer bis fünf Millionen US-Dollar und betrafen hauptsächlich Kommunalanleihen sowie US-Staatsanleihen. Zwei dieser größeren Geschäfte beinhalteten jedoch auch Käufe von Unternehmensanleihen – konkret von Weyerhaeuser, einem Forstunternehmen, und General Motors, dem US-amerikanischen Automobilhersteller. Darüber hinaus investierte Trump in einen börsengehandelten Fonds (ETF), der einen Index für Hochzinsanleihen abbildet.
Breite Streuung über Sektoren und Branchen
Neben den Kommunal- und Staatsanleihen kaufte der Präsident Unternehmensanleihen aus einer Vielzahl von Sektoren. Dazu zählen Energie, Technologie, Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen. Unter den Emittenten finden sich prominente Namen der US-Wirtschaft:
Energie:
Constellation Energy, Occidental Petroleum
Technologie:
Broadcom, Nvidia, Meta Platforms, Microsoft
Finanzdienstleistungen:
Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase
Industrie/Luftfahrt:
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Die Offenlegung dieser Transaktionen ist für US-Präsidenten gesetzlich vorgeschrieben und soll Transparenz über mögliche Interessenkonflikte herstellen. In Deutschland kennt man vergleichbare Pflichten etwa aus den Meldepflichten für Führungskräfte börsennotierter Unternehmen (Directors' Dealings). Für Anleger und Beobachter sind solche Berichte ein seltener Einblick in die persönliche Anlagestrategie des mächtigsten Politikers der Welt.
Die breite Streuung über verschiedene Sektoren und Anlageklassen – von sicheren Staatsanleihen bis hin zu Hochzins-ETFs und Unternehmensanleihen aus der Technologiebranche – deutet auf ein diversifiziertes Anleiheportfolio hin. Bemerkenswert ist dabei, dass Trump trotz seiner politischen Entscheidungen, die viele dieser Unternehmen direkt betreffen, weiterhin aktiv in deren Schuldtitel investiert.

