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Trump: Iran-Gespräche laufen gut – Munitionsmangel dementiert

US-Präsident Trump bewertet die Verhandlungen mit dem Iran positiv und droht Informanten mit langen Haftstrafen wegen Munitionsberichten.

Trump: Iran-Gespräche laufen gut – Munitionsmangel dementiert

US-Präsident Donald Trump hat die laufenden Gespräche mit dem Iran als vielversprechend bezeichnet. Im Gespräch mit dem Journalisten Tom Durian von FOX5 Las Vegas erklärte Trump am Mittwochabend, der Iran habe die USA gebeten, einen geplanten Großangriff am Wochenende abzusagen. „Sie wollten verhandeln, und das tun wir gerade, und es scheint recht gut zu laufen", sagte Trump – ohne jedoch konkrete Details zu nennen. Gleichzeitig schränkte er ein: „Es könnte sein oder auch nicht."

Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den globalen Ölhandel. Trump hatte bereits zu Beginn der Woche erklärt, ein Abkommen zur Wiederöffnung der Meerenge stehe unmittelbar bevor. Teheran widersprach jedoch und betonte, man verhandle lediglich mit Vermittlern in Oman – ein direktes Abkommen mit Washington sei nicht in Sicht. Zudem verwies der Iran auf eine weiterhin bestehende US-Seeblockade als Hindernis für eine schnelle Einigung.

Hormus: Schlüsselpunkt im US-Iran-Konflikt

Die Straße von Hormus war faktisch blockiert worden, nachdem ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran im Juni gescheitert war. Der Iran teilte mit, man habe sich auf geografische Koordinaten für eine Schifffahrtsroute durch Hormus geeinigt und eine gemeinsame Ankündigung mit Oman befinde sich in der Endphase. Diese Entwicklung könnte zumindest einen Teil der Ölströme durch die strategisch bedeutsame Region wieder ermöglichen.

Der Konflikt drohte indes auf eine neue Front überzugreifen: Die vom Iran unterstützte Huthi-Gruppe im Jemen begann, Schiffe im Roten Meer anzugreifen – eine Eskalation, die die gesamte Region destabilisieren könnte. Dennoch reagierten die Ölpreise in dieser Woche mit deutlichen Rückgängen auf die Aussicht einer möglichen Wiederöffnung von Hormus. Der US-israelische Krieg gegen den Iran trat im August in seinen siebten Monat in Folge ein – geprägt von einem ständigen Wechsel aus Drohungen und Verhandlungsaufrufen.

Trump weist Munitionsmangel vehement zurück

In einer separaten Erklärung auf Social Media wies Trump Berichte über einen kritischen Munitionsmangel der USA scharf zurück. Die USA verfügten über „massive Mengen an Munition", und es würden kontinuierlich weitere produziert, betonte der Präsident. Gleichzeitig drohte er denjenigen, die entsprechende Informationen an die Presse weitergegeben hatten: „Die ‚Leaker' dieser verräterischen Aussagen werden gejagt. Es werden langjährige Haftstrafen angestrebt."

Hintergrund der Aussagen sind mehrere Medienberichte, die in dieser Woche für Aufsehen sorgten. Reuters berichtete am Dienstag, die USA hätten während des Iran-Krieges „praktisch alle" ihre weitreichenden Präzisionsraketen verbraucht. Die Washington Post meldete, Trump sei mit Verteidigungsminister Pete Hegseth wegen Munitionsengpässen in Streit geraten. NBC berichtete zudem, das Pentagon habe eine Dringlichkeitssitzung wegen eines Waffenmangels abgehalten – Berichte, die das Weiße Haus nun entschieden dementiert.

Die Lage bleibt angespannt: Während Trump einerseits Verhandlungsfortschritte betont, hält er gleichzeitig die Drohkulisse aufrecht und fordert den Iran auf, ein Abkommen zu akzeptieren – andernfalls müsse Teheran mit weiteren Angriffen rechnen. Der Iran seinerseits drohte mit Vergeltungsmaßnahmen. Für die globalen Energiemärkte und den internationalen Handel bleibt die Entwicklung rund um die Straße von Hormus von zentraler Bedeutung.

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