Trump-Initiative für günstige Medikamente belastet japanische Pharmawerte stark
Sumitomo Pharma verliert 4,5 Prozent, nachdem US-Präsident neue Plattform TrumpRx.gov vorstellt

Die Aktien japanischer Pharmaunternehmen sind am Freitag im frühen Tokioter Handel deutlich unter Druck geraten. Auslöser war die Vorstellung der neuen Website TrumpRx.gov durch US-Präsident Donald Trump, über die Amerikaner künftig vergünstigte verschreibungspflichtige Medikamente beziehen können.
Besonders hart traf es Sumitomo Pharma mit einem Kursverlust von 4,5 Prozent. Die Roche-Tochter Chugai Pharmaceutical büßte 3,1 Prozent ein, während Takeda Pharmaceutical, Japans größter Arzneimittelhersteller, um 1,5 Prozent nachgab. Der gesamte Arzneimittelsektor an der Tokioter Börse verlor 1,6 Prozent und war damit der zweitschwächste unter den 33 Branchen-Subindizes.
Zollausnahmen gegen Preisnachlässe
Trump hatte die neue Plattform am Donnerstag präsentiert, nachdem mit 16 der weltweit größten Arzneimittelhersteller Vereinbarungen über sogenannte "Meistbegünstigten"-Preise getroffen wurden. Im Gegenzug erhalten die beteiligten Konzerne Ausnahmen von US-Zöllen. Die Initiative zielt darauf ab, die hohen Medikamentenkosten in den USA zu senken.
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Zur AktienanalyseFür die japanischen Pharmaunternehmen bedeutet dies einen erheblichen Druck auf ihre Margen im wichtigen US-Markt. Die Vereinigten Staaten sind traditionell einer der profitabelsten Absatzmärkte für Arzneimittelhersteller weltweit. Die neue Preispolitik könnte die Gewinnaussichten der betroffenen Konzerne spürbar beeinträchtigen.

