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Trump fordert Tech-Konzerne zur Finanzierung neuer Kraftwerke auf

Die Trump-Administration drängt große Technologieunternehmen, für neue Kraftwerke zu zahlen. Hintergrund ist der massive Strombedarf von KI-Rechenzentren, der die Energiepreise in die Höhe treibt.

Trump fordert Tech-Konzerne zur Finanzierung neuer Kraftwerke auf

Die Trump-Regierung hat am Freitag zusammen mit mehreren US-Gouverneuren eine Initiative gestartet, um Tech-Giganten an den Kosten für neue Kraftwerke zu beteiligen. Betroffen ist das größte Stromnetz der USA, PJM Interconnection, das mehr als 65 Millionen Menschen in 13 Bundesstaaten und Washington D.C. versorgt.

Explodierende Strompreise durch KI-Rechenzentren

Die Strompreise im PJM-Netz sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Als Hauptursache gelten die energieintensiven Rechenzentren, die Technologieunternehmen für das Training und den Betrieb von Künstlicher Intelligenz errichten. Besonders betroffen ist Nord-Virginia, der weltweit größte Markt für Rechenzentren.

15 Milliarden Dollar für neue Kapazitäten

Nach Angaben der Trump-Administration haben führende Tech-Konzerne zugesagt, 15 Milliarden Dollar für neue Stromerzeugungskapazitäten bereitzustellen. Die Regierung und mehrere Bundesstaaten unterzeichneten einen entsprechenden Pakt, der die Technologieunternehmen zur Finanzierung verpflichtet.

Das Energieministerium forderte PJM auf, eine Notfall-Kapazitätsauktion abzuhalten, um den zusätzlichen Strombedarf zu decken. Gleichzeitig soll der Betrag begrenzt werden, den bestehende Kraftwerke auf dem Kapazitätsmarkt verlangen dürfen, um Verbraucher zu schützen.

Politischer Druck wächst

Innenminister Doug Burgum und Energieminister Chris Wright stellten den Plan im Weißen Haus vor, unterstützt von den Gouverneuren von Maryland, Pennsylvania und Virginia. Besonders brisant: Gouverneur Shapiro aus Pennsylvania drohte mit einem Austritt aus dem PJM-Netz, falls die vorgeschlagenen Reformen nicht umgesetzt werden.

Versorgungslücke von sechs Gigawatt

Bei der jüngsten Auktion lag PJM für das Jahr 2027 sechs Gigawatt unter seiner Zuverlässigkeitsanforderung. Diese Leistung entspricht etwa sechs großen Kernkraftwerken. Die Versorgungslücke unterstreicht die Dringlichkeit der Situation.

Die steigenden Energiepreise entwickeln sich zum politischen Problem für Trump, der im Wahlkampf versprochen hatte, die Energiekosten zu senken. Das Thema spielte bereits eine wichtige Rolle bei den jüngsten Gouverneurswahlen in New Jersey und Virginia, wo demokratische Kandidaten mit diesem Thema punkten konnten.

PJM Interconnection erklärte in einer ersten Stellungnahme, die vom Weißen Haus und den Gouverneuren vorgelegten Vorschläge zu prüfen. Vertreter des Netzbetreibers waren bei der Ankündigung im Weißen Haus nicht anwesend.

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